Einführung Web2.0, Facebook & Co.

Allgemeines rund um Web2.0 und Soziale Netzwerke

  • Das “Web2.0″ unterscheidet sich vom “alten Internet” (also dem vor 2004) primär dadurch, dass die Beziehung Produzent => Konsument so nicht länger besteht. Vielmehr kann jeder Internetnutzer heute spielend leicht auch Produzent sein. Hierzu sei noch einmal das Paradebeispiel Wikipedia genannt, an dem jeder (!) ohne Anmeldung (!) mitarbeiten kann.
  • Soziale Netzwerke sind immer auch Web2.0-Dienste, denn ohne Beteiligung der Nutzer*innen funktionieren sie nicht. Stichwort ist hier der “user generated content”, als der “von Nutzern erstellte Inhalt”. Dazu zählt alles, was Nutzer z.B. in facebook veröffentlichen, über Blogs von sich preis geben, an Bilder bei instagram veröffentlichen und so weiter.
  • Strukturell funktionieren die meisten Social Networks ähnlich. Sie alle bieten ein Repertoire an Funktionen wie “Teilen”, “Bewerten” (gefällt mir, Favorisieren …), “Kommentieren” und “Melden” (für problematische Inhalte gedacht).
  • Soziale Netzwerke sind gut für schnelle Informationsvermittlung und direkte Kommunikation zu Kunden geeignet. Sie sind allerdings gänzlich ungeeignet, wenn es darum geht, Informationen für lange Zeit gut zugänglich an einem festen Ort vorzuhalten. Hierzu sind (statische) Websites, Blogs oder Foren viel sinnvoller.
  • Soziale Netzwerke benötigen Informationen über ihre Nutzer, um Geld zu verdienen. Facebook verdient Geld mit Werbung, die es den Nutzern anzeigt. Je mehr facebook über mich weiß, desto zielgenauer kann es mir Werbung anzeigen. Werbekunden bezahlen facebook dafür, ihre Werbung genau den Nutzern anzuzeigen, die als Zielgruppe passen. Daher sind facebook, Twitter & Co. daran interessiert, dass ihre Nutzer möglichst viel von sich preis geben, möglichst viel mit anderen Inhalten interagieren und möglichst viel aktiv sind.
  • Bei Facebook gibt es einen grundlegenden Unterschied zwischen “Profilen” (für einzelne, individuelle Personen) und “Seiten” (für Firmen, Künstler, Bands …). Inhalte auf “Seiten” sind immer öffentlich sichtbar, auch für Internetnutzer, die selbst nicht bei facebook sind (ich habe das anhand meiner Seite gezeigt). Wenn im Namen einer Firma kommuniziert wird, sollte immer eine “Seite” gewählt werden. Wer schonmal konkreter nachlesen will, findet hier mehr Infos dazu.
  • Bilderdienste wie instagram und pinterest erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sind spezialisiert auf das Tauschen oder Sammeln von Bildern und können das viel besser als z.B. facebook.
  • Twitter, instagram, facebook und eine Reihe anderer Dienste erlauben den Einsatz sog. “Hashtags”. Das sind Schlagworte, die durch das Schreiben eines Hash-Zeichens (#) erzeugt werden. Diese Schlagworte lassen sich dann anklicken und als Suchbegriffe verwenden. Hashtags ermöglichen es, sich zielgerichtet in Diskussionen einzumischen (Beispiel: #hartaberfair zur parallelen Diskussion, während die Sendung gerade läuft). Mehr Infos zu Hashtags gibt es hier.
  • Informationen über Menschen herauszufinden ist im Web2.0 recht einfach möglich. Ob es wie in meinem Fall eine Fülle von Dingen zu finden gibt (weil ich das ja auch so will), oder ob man versucht, im Netz möglichst unsichtbar zu sein – es gibt immer irgendwas zu finden. Spezielle Personensuchmaschinen wie yasni oder 123people machen es noch einfacher. Letztlich sind es auch nicht nur die Informationen, die direkt auf meinen Profilen zu finden sind, die etwas über mich aussagen. Vielmehr lässt sich auch über meine Kontakte zu anderen Nutzern viel darüber herausfinden, wie ich so drauf bin.
  • Alle Sozialen Netzwerke lassen sich untereinander und mit Websites, Blogs etc. verknüpfen. So kann ich (außer hier, denn die kostenfreie WordPress-Plattform erlaubt das nicht) z.B. meine Musik von Soundcloud einbetten.
  • Blogs (auch dieses hier) erlauben es generell, Inhalte anderer Netzwerke in Seitenspalten und so weiter einzubetten. Rechts am Rand befindet sich hier z.B. eine Ansicht meiner letzten instagram-Fotos.

Dieses facebook, wie funktioniert das eigentlich?

  • Profil/Chronik: Hier steht alles drauf, was der Nutzer über sich selbst preisgibt. Selbst erstellen Beiträge, Bilder, geteilte Inhalte und auch sonst fast alles landet auf meiner Chronik. Über die Privatsphäreeinstellungen kann ich festlegen, welche anderen Nutzer welche Inhalte auf meiner Chronik sehen dürfen. Sinnvollerweise sollten zumindest Freunde Zugang zu meinen Inhalten haben, sonst hat das eher wenig Sinn. Es kann auch festgelegt werden, ob mir Freunde oder andere Nutzer Dinge an meine persönliche Chronik schreiben dürfen, Geburtstagsgrüße zum Beispiel.
  • Newsfeed: Diesen erreicht man immer über das weiße “f” links oben. Der Newsfeed bildet Inhalte ab, die von meinen Freunden, von geliketen Seiten, aus meinen Gruppen oder von von mir genutzten Apps erstellt werden. Der Newsfeed ist also meine persönliche (!) Zusammenstellung von facebook-Inhalten. Der Newsfeed jedes Nutzers wird von facebook individuell zusammengestellt und z.B. mit passender Werbung angereichert.
  • Gruppe: In Gruppen können sich Nutzer gemeinsam unterhalten, thematisch diskutieren oder Terminabsprachen treffen. Hier ein ausführlicher Artikel, der sich mit der Nutzung von facebook-Gruppen beschäftigt. Gruppen können z.B. als “offen”, “geschlossen” oder “geheim” angelegt werden.
  • Seite: Eine Seite ist im Gegensatz zum Profil dazu gedacht, als Sprachrohr von Unternehmen, Künstlern, Parteien oder dergleichen zu funktionieren. Eine “Fanpage” oder “Firmenseite” sammelt “gefällt mir”-Klicks im Gegensatz zu Profilen, die ja “Freunde” haben. Inhalte von “Seiten” sind immer öffentlich sichtbar, d.h. auch für Internetnutzer, die selbst gar nicht bei facebook angemeldet sind. Inhalte auf “Seiten” können beworben werden, siehe Geschäftsmodell facebook = Werbung. Das Thema “Seiten” werden wir noch vertiefen, wenn wir eine solche selbst anlegen.

Hier noch ein Artikel zum Unterschied zwischen Profilen und Seiten.

“Seiten” in facebook, wofür genau sind die gut?

  • Jeder Nutzer von facebook kann Seiten anlegen. Und zwar beliebig viele.
  • Beim Anlegen einer Seite muss man festlegen, welcher Art die Seite sein soll (Unternehmen, Marke, Gemeinschaft usw.). Davon hängt u.a. ab, welche Inhaltsfelder zur Verfügung stehen, ob man Zugriff auf Statistiken hat und einiges mehr. Das ist leider recht intransparent und nur durch Experimentieren herauszufinden.
  • Es gibt detaillierte Regeln für den Betrieb von Seiten bei facebook, die man unbedingt vorher lesen sollte!
  • Seiten sind immer öffentlich sichtbar (mit Einschränkungsmöglichkeit nach Ländern)
  • Seiten können “nicht veröffentlicht” werden, dann sind sie nur für Admins sichtbar (sinnvoll, wenn man gerade dran bastelt)
  • Admins können andere Nutzer (Freunde oder Fans der Seite) ebenfalls zu Admins machen, hierbei stehen mehrere Ränge zur Auswahl.
  • Es kann für jede Seite festgelegt werden, ob Nutzer (egal ob Fans oder nicht) dort Postings schreiben oder Bilder und Videos veröffentlichen dürfen.
  • Kommentieren, Teilen und “gefällt mir” ist allen Besuchern der Seite *immer* möglich und kann auch nicht unterbunden werden.
  • Ausnahme: Nutzer können als Fans “entfernt” oder komplett “blockiert” werden. Im letzteren Fall können diese Ex-Fans nicht mehr auf Inhalte der Seite zugreifen und daher auch nicht mehr mit ihr interagieren.
  • Es können Filter für vulgäre Ausdrücke (von facebook verwaltet) und eigene Filter für bestimmte Begriffe eingerichtet werden. Verwendet ein Nutzer einen “verbotenen” Begriff, so wird der entsprechende Beitrag verborgen und der Admin informiert bzw. das Absenden des Inhalts ist gar nicht erst möglich.
  • Admins können Inhalte von Nutzern löschen
  • All hail the „Impressum-Feld“! Hallelujah! Preiset den Zuckerberg! Ja, ist wichtig, nein, gab es noch nicht immer. War früher echt nervig, ein rechtssicheres Impressum auf Facebook zu haben.
  • Admins einer Seite können auf zwei Arten auf der Seite veröffentlichen: Entweder sie besuchen die Seite als Nutzer und wählen dann oben “im Namen der Seite posten” oder sie wechseln komplett in die Haut der Seite (über das Zahnrad rechts oben).
  • Hat man zur Seite gewechselt, steht einem auch der Seiten-Newsfeed zur Verfügung. Dieser ist total sinnvoll, wenn man als Seite mit anderen Seiten interagieren möchte.
  • Über diesen Newsfeed können Seiten, genau wie Profile, eigene Netzwerke aufbauen, indem sie andere Seiten “liken”, kommentieren oder teilen. Dies ist sehr wichtig, sofern man eine Seite sinnvoll betreiben will und nicht nur als Blog in facebook ansieht. Über den Newsfeed können für jede Seite sehr konkret Informationen zu bestimmten Themen zusammengesammelt werden.
  • Seiten können, ebenso wie Profile eine “vanity URL”, als eine eigene Adresse haben (Beispiel: http://www.facebook.com/sozialvernetzer) Abhängig vom gewählten Seitentyp kann diese Adresse sofort, oder erst nach dem Erreichen einer bestimmten Fanzahl angelegt werden.
  • Seite können seit kurzem „Dienstleistungen“ und einen „Shop“ anlegen, in denen direkt auf Leistungen hingewiesen werden kann. Ein direkter Verkauf von Produkten über Facebook ist indes noch nicht möglich.

“Gruppen” in facebook, was machen die eigentlich so?

  • UPDATE: Ab sofort ist es möglich, dass „Seiten“ als Admins eigener Gruppen auftreten können. Das ging zuvor nicht.
  • Gruppen können von jedem facebook-Nutzer angelegt werden. Dabei kann zwischen offenen, geschlossenen und geheimen Gruppen unterschieden werden.
  • Bei einer geheimen Gruppe muss der Gründer dieser Gruppe neue Mitglieder manuell hinzufügen. Die Gruppe ist ja für Nichtmitglieder unsichtbar, daher haben diese keine Möglichkeit, der Gruppe selbst beizutreten.
  • Der Gründer (der “Admin”) der Gruppe kann festlegen, ob Mitglieder Beiträge in der Gruppe schreiben dürfen, oder nur er selbst. Auch eine vorherige Freigabe von Beiträgen ist einstellbar.
  • Der Admin kann auch festlegen, ob von Mitgliedern der Gruppe hinzugefügte Mitglieder erst vom Admin freigeschaltet werden müssen.
  • Ein Gruppenadmin kann weitere Mitglieder der Gruppe ebenfalls zu Admins ernennen.
  • Inhalte in geschlossenen und geheimen Gruppen sind nur für Mitglieder dieser Gruppen sichtbar, selbst dann, wenn sie aus der Gruppe heraus geteilt werden.
  • Gruppen eignen sich gut für die Kommunikation in einem eingegrenzten Rahmen, wenn also nicht alle Freunde, sondern nur ein paar Personen (die nicht unbedingt Freunde sein müssen) angesprochen werden sollen
  • Es muss aber immer im Hinterkopf behalten werden, dass selbst geheime Gruppen natürlich von facebook-Mitarbeitern eingesehen werden können und dass die Daten letztlich auf Servern in den USA gespeichert werden
  • Gruppen in facebook sollten daher auf keinen Fall (!) für die Kommunikation über unternehmensinterne Informationen oder personenbezogene Daten Dritter genutzt werden. Kunden- oder Klientendaten gehören absolut nicht in facebook.
  • In Gruppen können Veranstaltungen eingestellt werden, zu denen von Haus aus nur die Mitglieder eingeladen werden. Die Einladungen lassen sich aber z.B. auch an “Mitglieder und deren Freunde” oder auch “öffentlich” versenden. Hier ist Vorsicht geboten, um nicht unabsichtlich eine der berüchtigten “facebook-Partys” zu erzeugen.
  • Über Aktivitäten in der Gruppe wird jedes Mitglied auf Wunsch informiert.

Hier noch ein Artikel zu Gruppen in facebook.

Halte deinen Feed sauber!

Auch wenn viele Nutzer sich darüber beschweren, dass ihre Newsfeeds in Twitter und facebook vor sinnlosen und nervigen Inhalten überquellen – letztlich ist jeder Nutzer ganz allein (!) schuld daran. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, Freunde und Seiten wieder aus ihrem Newsfeed zu werfen. Man kann “gefällt mir”-Klicks zurücknehmen, Freundschaften beenden oder Leuten “entfolgen”. Daneben hat man bei facebook die Möglichkeit, Meldungen von bestimmten Nutzern, Seiten oder Anwendung auszublenden, aus Wunsch auch für immer. Auf diese Weise halte ich mein Feed frei von Meldungen irgendwelcher Social Games, die unheimlich nerven.

Das, was ich bei facebook, Twitter, tumblr, xing und in anderen Netzwerken sehe (vielleicht mit Ausnahme von Werbung) hängt direkt damit zusammen, mit welchen Nutzern und Inhalten (Seiten, Gruppen, Anwendungen) ich mich verbunden habe. Stelle ich fest, dass bestimmte Inhalte mich dauerhaft nerven, kann ich diese ausblenden oder die Verbindung beenden. Ich kann aus Gruppen austreten, Seiten mit “gefällt mir nicht mehr” markieren oder Anwendungen wieder deaktivieren.

Die Moral von der Geschichte: Nicht die anderen sind schuld, wenn man von deren Inhalten genervt ist, sondern man selbst.

Protokoll vom 12.09.2016

Heute ging es schwerpunktmäßig um xing.

Xing

Xing-Werbeclip


Was ist dieses „xing“ überhaupt und wie funktioniert es?

  • xing ist ein Soziales Netzwerk mit einer ganz klaren inhaltlichen AusrichtungBusiness und berufliche Selbstdarstellung. Damit unterscheidet es sich deutlich von den eher „ziellosen“ anderen Social Networks wie facebook oder Twitter, in denen ich mich natürlich beruflich darstellen kann, ohne dass das aber wirklich der Zweck des Netzwerkes wäre.

Wie funktioniert xing? Hier ein Video, das einmal durch das Netzwerk führt und einen Überblick über die wichtigsten Funktionen gibt.

  • xing erfordert für die Registrierung eine E-Mailadresse, es wird wie sonst auch eine Bestätigungsmal versandt. Same procedure as last time.
  • In der Basisversion ist die Nutzung von xing kostenlos möglich. Der kostenpflichtige Premiumaccount (derzeit ca. 7 € monatlich) erlaubt einige Zusatzfunktionen wie verbesserte Suche, Anzeige von Profilbesuchern mit Name, das Versenden von Nachrichten an Nicht-Kontakte und einige weitere. Für die Nutzung als Plattform zur beruflichen Selbstdarstellung sind die kostenpflichtigen Funktionen nicht nötig.
  • xing bietet recht umfangreiche Einstellmöglichkeiten für die Privatsphäre. So lassen sich nicht nur die Sichtbarkeit der eigenen Profilinfos, der Kontaktliste und der Kontaktdaten, sondern auch die Sichtbarkeit eigener Aktionen auf xing (Postings, neue Kontakte, Änderungen am Profil etc.) einstellen.
  • Im beruflichen Lebenslauf lassen sich natürlich derzeitige und vergangene Tätigkeiten auflisten, hierzu können jeweils Beschreibungstexte und Links hinterlegt werden.
  • Wie jedes andere Social Network informiert xing Nutzer per E-Mail über Geschehnisse. Hier ist es sinnvoll, die Menge an Mails zu reduzieren, in dem man sich auf wirklich wesentliche Infos beschränkt, beispielsweise Private Nachrichten oder Kontaktanfragen.
  • xing ermöglicht es, sich als gezielt „jobsuchend“ zu markieren (im Bereich „Karrierewünsche“ auf dem eigenen Profil). Dabei kann diese Einstellung vor anderen xing-Mitgliedern verborgen werden und ist dann nur für „Recruiter“ sichtbar. Das sind xing-Nutzer, die sich als Personalbeschaffer/Headhunter dort registriert haben.
  • Das „Portfolio“ ermöglicht es, eigene Projekte mit Bildern, Texten und Links vorzustellen. Sehr sinnvoll z.B. für Freiberufler oder Künstler. Das Portfolio lässt sich als Startseite einstellen, so dass Profilbesucher zuerst auf dieser Seite landen. Ich mache das zum Beispiel so.
  • Das Profilbild ist das wesentliche Aushängeschild eines jeden Profils. Ein schlechtes Foto senkt die Chancen, dass sich ein Besucher den Rest meines Profils anschaut, ganz erheblich. Grundregel: Es sollte ein Portraitfoto sein. Keine Halbtotale oder gar eine Gruppenaufnahme. Der Hintergrund sollte im Idealfall weiß sein. Bildfilter oder „kreative“ Effekte schaden meist mehr, als sie nutzen. Und ganz wichtig: Das Profilfoto muss unbedingt zum Rest des Profils passen. Das ist der Grund, warum meines z.B. Schwarz-Weiß ist und ich ein wenig lächle 🙂

und noch mal derselbe Typ

  • xing erlaubt den Import von Twitter-Nachrichten (nur ein Account möglich) und den Import von RSS-Feeds (mehrere möglich). Wie das geht, erkläre ich hier. Feed-Artikel werden u.a. als Neuigkeiten („Sascha Dinse empfiehlt einen Link …“) veröffentlicht. Tweets sind nur auf dem Profil zu sehen.
  • Daneben können eigene Websites, Blogs sowie Accounts bei anderen Diensten ebenfalls angegeben werden.
  • Inhalte, die ich bei xing veröffentliche, können auf Wunsch zu meinem (einen) verknüpften Twitter-Account, oder auf mein facebook-Profil, bzw. auf eine meiner fb-Seiten (!) gesendet werden. Diese Funktion ist sehr wertvoll, wenn man z.B. mit beruflichen Updates nicht nur seine Kontakte bei xing, sondern auch die Fans der eigenen fb-Seite versorgen möchte.
  • Es kann auf xing gezielt nach Jobangeboten oder Projekten für Freelancer gesucht werden. Auch die Einrichtung eines Jobagenten, der mich mit E-Mails zu passenden Angeboten versorgt, ist möglich.
  • Gruppen ermöglichen die thematische Diskussion zu allen möglichen Themen. Der Zeitaufwand für eine effektive Kommunikation in xing-Gruppen ist allerdings immens und daher sollte man gut überlegen, wieviel Zeit man hier zu investieren bereit ist.
  • Veranstaltungen, neudeutsch „Events„, lassen sich komfortabel über xing planen. Hiermit ist es sogar möglich, den Ticketkauf für Teilnehmer abwickeln zu lassen, das ist allerdings etwas komplexer und soll an dieser Stelle nicht vertieft werden.
  • xing erlaubt „Unternehmensseiten„, auf denen sich (wer hätte das gedacht!) Unternehmen darstellen und Nachrichten verbreiten können. Das Anlegen einer Unternehmensseite ist kostenlos möglich, will man allerdings auf erweiterte Funktionen zugreifen, bietet xing ein kostenpflichtiges (und mit mindestens 395 € im Monat auch teures) „Employer Branding“-Paket (schreckliches, unnötig in englisch gehaltenes Unwort für ein in Deutschland ansässiges Unternehmen, aber das ist nur meine Meinung), das sich aber nur für größere Unternehmen lohnt.

Protokoll vom 25.11.2015

Womit haben wir uns beschäftigt?

Projektmanagement für Social Media stand auf dem Plan, damit haben wir uns einführend auseinander gesetzt.

Noch mal der Link zum Artikel zur Planung von Social Media Projekten
http://www.sozialvernetzer.de/gute-planung-ist-alles-auch-bei-social-media/

Projektmanagement bei Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Projektmanagement

Die drei Dimensionen eines Projekts, mit denen der Projektmanager jonglieren muss:

  • Zeit/Termin
  • Umfang/Inhalt
  • Kosten

Ändert sich eine der Dimensionen (wird die Projektzeit zum Beispiel vom Auftraggeber verkürzt, oder wird das Budget gekürzt), muss an den jeweils anderen eine Anpassung vorgenommen werden.

Beispiel: Das Budget für das Gebäude, was Sie bauen sollen, wird während des Projekts um ein Drittel gekürzt. Sie könnten nun sagen, dass Sie nach wie vor in derselben Zeit fertig werden, aber dass z.B. die Fenster keine Doppelfenster (weil teuer) werden, sondern nur einfach verglast sein werden und so weiter (=> es wird am Inhalt/Umfang und damit an der Qualität gespart).

Projekte leben und entwickeln sich während der Umsetzung. Das ist normal! Sie werden kaum ein Projekt finden, das am Ende noch ganz genauso aussieht wie am Anfang. Daher ist es wichtig, den Verlauf eines Projekt genau zu verfolgen, Messgrößen und Messzeitpunkte zu definieren und immer den Blick auf’s Ganze zu haben.

Social Media ist ein fortlaufender Prozess
http://www.sozialvernetzer.de/social-media-ist-ein-fortlaufender-prozess/

Am Freitag haben wir uns ganz konkret mit der Konzeption und Planung eines Social Media Kommunikationskonzepts befasst. Hierbei kann es, je nach Art des Kunden oder Projekts, um Dinge wie Auslastung, Einwerbung von Sponsorenkapital, Personalakquise und Öffentlichkeitsarbeit zur Imageverbesserung oder alles mögliche andere gehen.

Diese Punkte sind typisch für die Ziele von Kampagnen, bei Firmen kommt hier oft noch der direkte Vertrieb von Produkten hinzu..

Was ist uns beim Erarbeiten des Konzepts klar geworden?
Social Media Konzepte sind, auch wenn es zunächst nicht so aussieht, inhaltlich komplex und weisen trotz den unvollständigen Projekt-Charakters (Sie erinnern sich, Social Media ist niemals fertig, anders als normale Projekte) viele Merkmale eines klassischen Projekts auf. Anhand einiger Hilfestellung gelingt es, ein recht rundes und vermutlich tragfähiges Konzept inkl. passender Bildsprache zu entwickeln.

  • Auftraggeber haben oft nur diffuse, wenig konkrete Vorstellung, was sie mit Social Media erreichen wollen. Das Formulieren konkreter Ziele ist allerdings extrem wichtig, um im Verlauf des Projekts den Erfolg überhaupt messen zu können.
  • “Ich will meine Zielgruppe künftig über facebook ansprechen!” ist KEIN konkretes Ziel. “Ich will nach einem Jahr 200 Fans haben, mit 100 Seiten verbunden sein, wöchentlich mindestens 10 Kommentare und “gefällt mir”-Angaben auf meiner Seite haben” ist hingegen ein konkretes Ziel.
  • Auch wenn der Auftraggeber gern alle Ziele über Social Media erreichen möchte, kann es sein, dass einzelne Dinge (wie das gezielte Ansprechen von Sponsoren) vielleicht eher im persönlichen Kontakt vorgenommen werden sollten.
  • Stellen sie Fragen! Nur so erhalten sie notwendige Informationen. Ein Auftraggeber stellt ihnen nur in den seltensten Fällen bei der Projektanfrage bereits alle notwendigen Informationen bereit.
  • Holen sie alle Stakeholder (Interessengruppen) frühzeitig ins Boot. Gerade bei Projekten, die ganze Unternehmen und deren Belegschaft betreffen (Einführung eines Intranets, Aufbau eines Corporate Blogs etc.) ist es wichtig, alle vom Projekt betroffenen Parteien “abzuholen”, aufzuklären und für das Projekt zu gewinnen.
  • Die Zielstellungen sollten sich immer an den verfügbaren Ressourcen orientieren. Mit einem Ehrenamtler, der eine Stunde pro Woche facebook betreut, lässt sich keine umfangreiche Kampagne durchführen. Wir hatten es mal grob überschlagen: Für einige der angedachten Konzept wird *mindestens* eine volle Stelle benötigt.
  • Seien sie kreativ! Kombinieren sie Dinge miteinander. Das können Plattformen sein, das können inhaltliche Überschneidungen sein oder crossmediale Inhalte (QR-Codes usw.) Stock-Material aus Fotoplattformen wie fotolia ist zwar von guter Qualität und recht günstig, wirkt aber auch generisch und wenig individuell. Und wie sie selbst wahrscheinlich merken, entwickelt man einen Blick dafür, ob es sich um Stock-Material handelt 🙂

 

Protokoll vom 03.08.2015

Xing

Xing-Werbeclip


Was ist dieses „xing“ überhaupt und wie funktioniert es?

  • xing ist ein Soziales Netzwerk mit einer ganz klaren inhaltlichen AusrichtungBusiness und berufliche Selbstdarstellung. Damit unterscheidet es sich deutlich von den eher „ziellosen“ anderen Social Networks wie facebook oder Twitter, in denen ich mich natürlich beruflich darstellen kann, ohne dass das aber wirklich der Zweck des Netzwerkes wäre.

Wie funktioniert xing? Hier ein Video, das einmal durch das Netzwerk führt und einen Überblick über die wichtigsten Funktionen gibt.

  • xing erfordert für die Registrierung eine E-Mailadresse, es wird wie sonst auch eine Bestätigungsmal versandt. Same procedure as last time.
  • In der Basisversion ist die Nutzung von xing kostenlos möglich. Der kostenpflichtige Premiumaccount (derzeit ca. 7 € monatlich) erlaubt einige Zusatzfunktionen wie verbesserte Suche, Anzeige von Profilbesuchern mit Name, das Versenden von Nachrichten an Nicht-Kontakte und einige weitere. Für die Nutzung als Plattform zur beruflichen Selbstdarstellung sind die kostenpflichtigen Funktionen nicht nötig.
  • xing bietet recht umfangreiche Einstellmöglichkeiten für die Privatsphäre. So lassen sich nicht nur die Sichtbarkeit der eigenen Profilinfos, der Kontaktliste und der Kontaktdaten, sondern auch die Sichtbarkeit eigener Aktionen auf xing (Postings, neue Kontakte, Änderungen am Profil etc.) einstellen.
  • Im beruflichen Lebenslauf lassen sich natürlich derzeitige und vergangene Tätigkeiten auflisten, hierzu können jeweils Beschreibungstexte und Links hinterlegt werden.
  • Wie jedes andere Social Network informiert xing Nutzer per E-Mail über Geschehnisse. Hier ist es sinnvoll, die Menge an Mails zu reduzieren, in dem man sich auf wirklich wesentliche Infos beschränkt, beispielsweise Private Nachrichten oder Kontaktanfragen.
  • xing ermöglicht es, sich als gezielt „jobsuchend“ zu markieren (im Bereich „Karrierewünsche“ auf dem eigenen Profil). Dabei kann diese Einstellung vor anderen xing-Mitgliedern verborgen werden und ist dann nur für „Recruiter“ sichtbar. Das sind xing-Nutzer, die sich als Personalbeschaffer/Headhunter dort registriert haben.
  • Das „Portfolio“ ermöglicht es, eigene Projekte mit Bildern, Texten und Links vorzustellen. Sehr sinnvoll z.B. für Freiberufler oder Künstler. Das Portfolio lässt sich als Startseite einstellen, so dass Profilbesucher zuerst auf dieser Seite landen. Ich mache das zum Beispiel so.
  • Das Profilbild ist das wesentliche Aushängeschild eines jeden Profils. Ein schlechtes Foto senkt die Chancen, dass sich ein Besucher den Rest meines Profils anschaut, ganz erheblich. Grundregel: Es sollte ein Portraitfoto sein. Keine Halbtotale oder gar eine Gruppenaufnahme. Der Hintergrund sollte im Idealfall weiß sein. Bildfilter oder „kreative“ Effekte schaden meist mehr, als sie nutzen. Und ganz wichtig: Das Profilfoto muss unbedingt zum Rest des Profils passen. Das ist der Grund, warum meines z.B. Schwarz-Weiß ist und ich ein wenig lächle 🙂

und noch mal derselbe Typ

  • xing erlaubt den Import von Twitter-Nachrichten (nur ein Account möglich) und den Import von RSS-Feeds (mehrere möglich). Wie das geht, erkläre ich hier. Feed-Artikel werden u.a. als Neuigkeiten („Sascha Dinse empfiehlt einen Link …“) veröffentlicht. Tweets sind nur auf dem Profil zu sehen.
  • Daneben können eigene Websites, Blogs sowie Accounts bei anderen Diensten ebenfalls angegeben werden.
  • Inhalte, die ich bei xing veröffentliche, können auf Wunsch zu meinem (einen) verknüpften Twitter-Account, oder auf mein facebook-Profil, bzw. auf eine meiner fb-Seiten (!) (das scheint nicht mehr möglich zu sein) gesendet werden. Diese Funktion ist sehr wertvoll, wenn man z.B. mit beruflichen Updates nicht nur seine Kontakte bei xing, sondern auch die Fans der eigenen fb-Seite versorgen möchte.
  • Es kann auf xing gezielt nach Jobangeboten oder Projekten für Freelancer gesucht werden. Auch die Einrichtung eines Jobagenten, der mich mit E-Mails zu passenden Angeboten versorgt, ist möglich.
  • Gruppen ermöglichen die thematische Diskussion zu allen möglichen Themen. Der Zeitaufwand für eine effektive Kommunikation in xing-Gruppen ist allerdings immens und daher sollte man gut überlegen, wieviel Zeit man hier zu investieren bereit ist.
  • Veranstaltungen, neudeutsch „Events„, lassen sich komfortabel über xing planen. Hiermit ist es sogar möglich, den Ticketkauf für Teilnehmer abwickeln zu lassen, das ist allerdings etwas komplexer und soll an dieser Stelle nicht vertieft werden.
  • xing erlaubt „Unternehmensseiten„, auf denen sich (wer hätte das gedacht!) Unternehmen darstellen und Nachrichten verbreiten können. Das Anlegen einer Unternehmensseite ist kostenlos möglich, will man allerdings auf erweiterte Funktionen zugreifen, bietet xing ein kostenpflichtiges (und mit mindestens 395 € im Monat auch teures) „Employer Branding“-Paket (schreckliches, unnötig in englisch gehaltenes Unwort für ein in Deutschland ansässiges Unternehmen, aber das ist nur meine Meinung), das sich aber nur für größere Unternehmen lohnt.

Protokoll vom 21. und 22.09.2015

Allgemeines rund um Web2.0 und Soziale Netzwerke

  • Das “Web2.0″ unterscheidet sich vom “alten Internet” (also dem vor 2004) primär dadurch, dass die Beziehung Produzent => Konsument so nicht länger besteht. Vielmehr kann jeder Internetnutzer heute spielend leicht auch Produzent sein. Hierzu sei noch einmal das Paradebeispiel Wikipedia genannt, an dem jeder (!) ohne Anmeldung (!) mitarbeiten kann.
  • Soziale Netzwerke sind immer auch Web2.0-Dienste, denn ohne Beteiligung der Nutzer*innen funktionieren sie nicht. Stichwort ist hier der “user generated content”, als der “von Nutzern erstellte Inhalt”. Dazu zählt alles, was Nutzer z.B. in facebook veröffentlichen, über Blogs von sich preis geben, an Bilder bei instagram veröffentlichen und so weiter.
  • Strukturell funktionieren die meisten Social Networks ähnlich. Sie alle bieten ein Repertoire an Funktionen wie “Teilen”, “Bewerten” (gefällt mir, Favorisieren …), “Kommentieren” und “Melden” (für problematische Inhalte gedacht).
  • Soziale Netzwerke sind gut für schnelle Informationsvermittlung und direkte Kommunikation zu Kunden geeignet. Sie sind allerdings gänzlich ungeeignet, wenn es darum geht, Informationen für lange Zeit gut zugänglich an einem festen Ort vorzuhalten. Hierzu sind (statische) Websites, Blogs oder Foren viel sinnvoller.
  • Soziale Netzwerke benötigen Informationen über ihre Nutzer, um Geld zu verdienen. Facebook verdient Geld mit Werbung, die es den Nutzern anzeigt. Je mehr facebook über mich weiß, desto zielgenauer kann es mir Werbung anzeigen. Werbekunden bezahlen facebook dafür, ihre Werbung genau den Nutzern anzuzeigen, die als Zielgruppe passen. Daher sind facebook, Twitter & Co. daran interessiert, dass ihre Nutzer möglichst viel von sich preis geben, möglichst viel mit anderen Inhalten interagieren und möglichst viel aktiv sind.
  • Bei Facebook gibt es einen grundlegenden Unterschied zwischen “Profilen” (für einzelne, individuelle Personen) und “Seiten” (für Firmen, Künstler, Bands …). Inhalte auf “Seiten” sind immer öffentlich sichtbar, auch für Internetnutzer, die selbst nicht bei facebook sind (ich habe das anhand meiner Seite gezeigt). Wenn im Namen einer Firma kommuniziert wird, sollte immer eine “Seite” gewählt werden. Wer schonmal konkreter nachlesen will, findet hier mehr Infos dazu.
  • Bilderdienste wie instagram und pinterest erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sind spezialisiert auf das Tauschen oder Sammeln von Bildern und können das viel besser als z.B. facebook.
  • Twitter, instagram, facebook und eine Reihe anderer Dienste erlauben den Einsatz sog. “Hashtags”. Das sind Schlagworte, die durch das Schreiben eines Hash-Zeichens (#) erzeugt werden. Diese Schlagworte lassen sich dann anklicken und als Suchbegriffe verwenden. Hashtags ermöglichen es, sich zielgerichtet in Diskussionen einzumischen (Beispiel: #hartaberfair zur parallelen Diskussion, während die Sendung gerade läuft). Mehr Infos zu Hashtags gibt es hier.
  • Informationen über Menschen herauszufinden ist im Web2.0 recht einfach möglich. Ob es wie in meinem Fall eine Fülle von Dingen zu finden gibt (weil ich das ja auch so will), oder ob man versucht, im Netz möglichst unsichtbar zu sein – es gibt immer irgendwas zu finden. Spezielle Personensuchmaschinen wie yasni oder 123people machen es noch einfacher. Letztlich sind es auch nicht nur die Informationen, die direkt auf meinen Profilen zu finden sind, die etwas über mich aussagen. Vielmehr lässt sich auch über meine Kontakte zu anderen Nutzern viel darüber herausfinden, wie ich so drauf bin.
  • Alle Sozialen Netzwerke lassen sich untereinander und mit Websites, Blogs etc. verknüpfen. So kann ich (außer hier, denn die kostenfreie WordPress-Plattform erlaubt das nicht) z.B. meine Musik von Soundcloud einbetten.
  • Blogs (auch dieses hier) erlauben es generell, Inhalte anderer Netzwerke in Seitenspalten und so weiter einzubetten. Rechts am Rand befindet sich hier z.B. eine Ansicht meiner letzten instagram-Fotos.

Dieses facebook, wie funktioniert das eigentlich?

  • Profil/Chronik: Hier steht alles drauf, was der Nutzer über sich selbst preisgibt. Selbst erstellen Beiträge, Bilder, geteilte Inhalte und auch sonst fast alles landet auf meiner Chronik. Über die Privatsphäreeinstellungen kann ich festlegen, welche anderen Nutzer welche Inhalte auf meiner Chronik sehen dürfen. Sinnvollerweise sollten zumindest Freunde Zugang zu meinen Inhalten haben, sonst hat das eher wenig Sinn. Es kann auch festgelegt werden, ob mir Freunde oder andere Nutzer Dinge an meine persönliche Chronik schreiben dürfen, Geburtstagsgrüße zum Beispiel.
  • Newsfeed: Diesen erreicht man immer über das weiße “f” links oben. Der Newsfeed bildet Inhalte ab, die von meinen Freunden, von geliketen Seiten, aus meinen Gruppen oder von von mir genutzten Apps erstellt werden. Der Newsfeed ist also meine persönliche (!) Zusammenstellung von facebook-Inhalten. Der Newsfeed jedes Nutzers wird von facebook individuell zusammengestellt und z.B. mit passender Werbung angereichert.
  • Gruppe: In Gruppen können sich Nutzer gemeinsam unterhalten, thematisch diskutieren oder Terminabsprachen treffen. Hier ein ausführlicher Artikel, der sich mit der Nutzung von facebook-Gruppen beschäftigt. Gruppen können z.B. als “offen”, “geschlossen” oder “geheim” angelegt werden.
  • Seite: Eine Seite ist im Gegensatz zum Profil dazu gedacht, als Sprachrohr von Unternehmen, Künstlern, Parteien oder dergleichen zu funktionieren. Eine “Fanpage” oder “Firmenseite” sammelt “gefällt mir”-Klicks im Gegensatz zu Profilen, die ja “Freunde” haben. Inhalte von “Seiten” sind immer öffentlich sichtbar, d.h. auch für Internetnutzer, die selbst gar nicht bei facebook angemeldet sind. Inhalte auf “Seiten” können beworben werden, siehe Geschäftsmodell facebook = Werbung. Das Thema “Seiten” werden wir noch vertiefen, wenn wir eine solche selbst anlegen.

Hier noch ein Artikel zum Unterschied zwischen Profilen und Seiten.

“Seiten” in facebook, wofür genau sind die gut?

  • Jeder Nutzer von facebook kann Seiten anlegen. Und zwar beliebig viele.
  • Beim Anlegen einer Seite muss man festlegen, welcher Art die Seite sein soll (Unternehmen, Marke, Gemeinschaft usw.). Davon hängt u.a. ab, welche Inhaltsfelder zur Verfügung stehen, ob man Zugriff auf Statistiken hat und einiges mehr. Das ist leider recht intransparent und nur durch Experimentieren herauszufinden.
  • Es gibt detaillierte Regeln für den Betrieb von Seiten bei facebook, die man unbedingt vorher lesen sollte!
  • Seiten sind immer öffentlich sichtbar (mit Einschränkungsmöglichkeit nach Ländern)
  • Seiten können “nicht veröffentlicht” werden, dann sind sie nur für Admins sichtbar (sinnvoll, wenn man gerade dran bastelt)
  • Admins können andere Nutzer (Freunde oder Fans der Seite) ebenfalls zu Admins machen, hierbei stehen mehrere Ränge zur Auswahl.
  • Es kann für jede Seite festgelegt werden, ob Nutzer (egal ob Fans oder nicht) dort Postings schreiben oder Bilder und Videos veröffentlichen dürfen.
  • Kommentieren, Teilen und “gefällt mir” ist allen Besuchern der Seite *immer* möglich und kann auch nicht unterbunden werden.
  • Ausnahme: Nutzer können als Fans “entfernt” oder komplett “blockiert” werden. Im letzteren Fall können diese Ex-Fans nicht mehr auf Inhalte der Seite zugreifen und daher auch nicht mehr mit ihr interagieren.
  • Es können Filter für vulgäre Ausdrücke (von facebook verwaltet) und eigene Filter für bestimmte Begriffe eingerichtet werden. Verwendet ein Nutzer einen “verbotenen” Begriff, so wird der entsprechende Beitrag verborgen und der Admin informiert bzw. das Absenden des Inhalts ist gar nicht erst möglich.
  • Admins können Inhalte von Nutzern löschen
  • es gibt seit Neustem ein eigenes Impressum-Feld! Hallelujah! Preiset den Zuckerberg!
  • Admins einer Seite können auf zwei Arten auf der Seite veröffentlichen: Entweder sie besuchen die Seite als Nutzer und wählen dann oben “im Namen der Seite posten” oder sie wechseln komplett in die Haut der Seite (über das Zahnrad rechts oben).
  • Hat man zur Seite gewechselt, steht einem auch der Seiten-Newsfeed zur Verfügung. Dieser ist total sinnvoll, wenn man als Seite mit anderen Seiten interagieren möchte.
  • Über diesen Newsfeed können Seiten, genau wie Profile, eigene Netzwerke aufbauen, indem sie andere Seiten “liken”, kommentieren oder teilen. Dies ist sehr wichtig, sofern man eine Seite sinnvoll betreiben will und nicht nur als Blog in facebook ansieht. Über den Newsfeed können für jede Seite sehr konkret Informationen zu bestimmten Themen zusammengesammelt werden.
  • Seiten können, ebenso wie Profile eine “vanity URL”, als eine eigene Adresse haben (Beispiel: http://www.facebook.com/sozialvernetzer) Abhängig vom gewählten Seitentyp kann diese Adresse sofort, oder erst nach dem Erreichen einer bestimmten Fanzahl angelegt werden.

“Gruppen” in facebook, was machen die eigentlich so?

  • Gruppen können von jedem facebook-Nutzer angelegt werden. Dabei kann zwischen offenen, geschlossenen und geheimen Gruppen unterschieden werden.
  • Bei einer geheimen Gruppe muss der Gründer dieser Gruppe neue Mitglieder manuell hinzufügen. Die Gruppe ist ja für Nichtmitglieder unsichtbar, daher haben diese keine Möglichkeit, der Gruppe selbst beizutreten.
  • Der Gründer (der “Admin”) der Gruppe kann festlegen, ob Mitglieder Beiträge in der Gruppe schreiben dürfen, oder nur er selbst. Auch eine vorherige Freigabe von Beiträgen ist einstellbar.
  • Der Admin kann auch festlegen, ob von Mitgliedern der Gruppe hinzugefügte Mitglieder erst vom Admin freigeschaltet werden müssen.
  • Ein Gruppenadmin kann weitere Mitglieder der Gruppe ebenfalls zu Admins ernennen.
  • Inhalte in geschlossenen und geheimen Gruppen sind nur für Mitglieder dieser Gruppen sichtbar, selbst dann, wenn sie aus der Gruppe heraus geteilt werden.
  • Gruppen eignen sich gut für die Kommunikation in einem eingegrenzten Rahmen, wenn also nicht alle Freunde, sondern nur ein paar Personen (die nicht unbedingt Freunde sein müssen) angesprochen werden sollen
  • Es muss aber immer im Hinterkopf behalten werden, dass selbst geheime Gruppen natürlich von facebook-Mitarbeitern eingesehen werden können und dass die Daten letztlich auf Servern in den USA gespeichert werden
  • Gruppen in facebook sollten daher auf keinen Fall (!) für die Kommunikation über unternehmensinterne Informationen oder personenbezogene Daten Dritter genutzt werden. Kunden- oder Klientendaten gehören absolut nicht in facebook.
  • In Gruppen können Veranstaltungen eingestellt werden, zu denen von Haus aus nur die Mitglieder eingeladen werden. Die Einladungen lassen sich aber z.B. auch an “Mitglieder und deren Freunde” oder auch “öffentlich” versenden. Hier ist Vorsicht geboten, um nicht unabsichtlich eine der berüchtigten “facebook-Partys” zu erzeugen.
  • Über Aktivitäten in der Gruppe wird jedes Mitglied auf Wunsch informiert.

Hier noch ein Artikel zu Gruppen in facebook.

Halte deinen Feed sauber!

Auch wenn viele Nutzer sich darüber beschweren, dass ihre Newsfeeds in Twitter und facebook vor sinnlosen und nervigen Inhalten überquellen – letztlich ist jeder Nutzer ganz allein (!) schuld daran. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, Freunde und Seiten wieder aus ihrem Newsfeed zu werfen. Man kann “gefällt mir”-Klicks zurücknehmen, Freundschaften beenden oder Leuten “entfolgen”. Daneben hat man bei facebook die Möglichkeit, Meldungen von bestimmten Nutzern, Seiten oder Anwendung auszublenden, aus Wunsch auch für immer. Auf diese Weise halte ich mein Feed frei von Meldungen irgendwelcher Social Games, die unheimlich nerven.

Das, was ich bei facebook, Twitter, tumblr, xing und in anderen Netzwerken sehe (vielleicht mit Ausnahme von Werbung) hängt direkt damit zusammen, mit welchen Nutzern und Inhalten (Seiten, Gruppen, Anwendungen) ich mich verbunden habe. Stelle ich fest, dass bestimmte Inhalte mich dauerhaft nerven, kann ich diese ausblenden oder die Verbindung beenden. Ich kann aus Gruppen austreten, Seiten mit “gefällt mir nicht mehr” markieren oder Anwendungen wieder deaktivieren.

Die Moral von der Geschichte: Nicht die anderen sind schuld, wenn man von deren Inhalten genervt ist, sondern man selbst.