Protokoll / Klausurvorbereitung vom 14.10.2014

Heute haben wir uns u.a. mit dem Anlegen von facebook-Seiten beschäftigt, hierzu habe ich die unten stehenden Fakten mal zusammengetragen.

Nicht aus den Augen verlieren sollte man dabei immer das Ziel der eigenen Kommunikation im Social Web: Interaktion. Hierzu empfehle ich diesen Artikel: http://www.sozialvernetzer.de/interaktion-das-facebook-zauberwort/

So, nun aber zu facebook und ganz speziell zu „Seiten“ bei facebook. Hier wird noch mal erklärt, was genau die Unterschiede zwischen Profilen und Seiten sind.

Was sind „Seiten“ bei facebook und wie funktionieren sie?
Inwieweit sich Profile und Seiten bei facebook generell unterscheiden, haben wir bereits mehrmals besprochen.

Hier ein paar Fakten zu Seiten:

  • Jeder Nutzer von facebook kann Seiten anlegen. Und zwar beliebig viele.
  • Beim Anlegen einer Seite muss man festlegen, welcher Art die Seite sein soll (Unternehmen, Marke, Gemeinschaft usw.). Davon hängt u.a. ab, welche Inhaltsfelder zur Verfügung stehen, ob man Zugriff auf Statistiken hat und einiges mehr. Das ist leider recht intransparent und nur durch Experimentieren herauszufinden.
  • Es gibt detaillierte Regeln für den Betrieb von Seiten bei facebook, die man unbedingt vorher lesen sollte!
  • Seiten sind immer öffentlich sichtbar (mit Einschränkungsmöglichkeit nach Ländern)
  • Seiten können „nicht veröffentlicht“ werden, dann sind sie nur für Admins sichtbar (sinnvoll, wenn man gerade dran bastelt)
  • Admins können andere Nutzer (Freunde oder Fans der Seite) ebenfalls zu Admins machen, hierbei stehen mehrere Ränge zur Auswahl.
  • Es kann für jede Seite festgelegt werden, ob Nutzer (egal ob Fans oder nicht) dort Postings schreiben oder Bilder und Videos veröffentlichen dürfen.
  • Kommentieren, Teilen und „gefällt mir“ ist allen Besuchern der Seite *immer* möglich und kann auch nicht unterbunden werden.
  • Ausnahme: Nutzer können als Fans „entfernt“ oder komplett „blockiert“ werden. Im letzteren Fall können diese Ex-Fans nicht mehr auf Inhalte der Seite zugreifen und daher auch nicht mehr mit ihr interagieren.
  • Es können Filter für vulgäre Ausdrücke (von facebook verwaltet) und eigene Filter für bestimmte Begriffe eingerichtet werden. Verwendet ein Nutzer einen „verbotenen“ Begriff, so wird der entsprechende Beitrag verborgen und der Admin informiert bzw. das Absenden des Inhalts ist gar nicht erst möglich.
  • Admins können Inhalte von Nutzern löschen
  • es gibt seit Neustem ein eigenes Impressum-Feld! Hallelujah! Preiset den Zuckerberg!
  • Admins einer Seite können auf zwei Arten auf der Seite veröffentlichen: Entweder sie besuchen die Seite als Nutzer und wählen dann oben „im Namen der Seite posten“ oder sie wechseln komplett in die Haut der Seite (über das Zahnrad rechts oben).
  • Hat man zur Seite gewechselt, steht einem auch der Seiten-Newsfeed zur Verfügung. Dieser ist total sinnvoll, wenn man als Seite mit anderen Seiten interagieren möchte.
  • Über diesen Newsfeed können Seiten, genau wie Profile, eigene Netzwerke aufbauen, indem sie andere Seiten „liken“, kommentieren oder teilen. Dies ist sehr wichtig, sofern man eine Seite sinnvoll betreiben will und nicht nur als Blog in facebook ansieht. Über den Newsfeed können für jede Seite sehr konkret Informationen zu bestimmten Themen zusammengesammelt werden.
  • Seiten können, ebenso wie Profile eine „vanity URL“, als eine eigene Adresse haben (Beispiel: http://www.facebook.com/sozialvernetzer) Abhängig vom gewählten Seitentyp kann diese Adresse sofort, oder erst nach dem Erreichen einer bestimmten Fanzahl angelegt werden.

Und hier gleich noch mal eine Zusammenfassung, die für das Vorbereiten auf die Klausur dienen soll.

Was haben wir gelernt?

  • Hier ein kleiner Exkurs zu „Social Plugins“ wie dem „gefällt mir“-Button bei facebook. Es lohtn sich, diesen Artikel zu lesen! #klausurrelevant und so. Wir sprechen darüber heute auch noch mal.
  • Soziale Netzwerke funktionieren strukturell sehr ähnlich. Beinahe alle Vertreter weisen Funktionen zum Markieren von Inhalten („gefällt mir“, „interessant“, „tweet favorisieren“ usw.), zum Kommentieren bzw. Antworten („Kommentar schreiben“, „Antworten“ (bei Twitter)) und zum Weiterteilen von Inhalten auf („Teilen“ auf facebook, „retweet“ auf Twitter, „reblog“ auf tumblr usw.) Dabei unterscheiden sich die Funktionen zwar in der Benennung und ggf. in der Visualisierung (bei tumblr steigen z.B. rote Herzchen auf, wenn man etwas favorisiert), nicht aber in dem was sie tun. Das hat seinen Grund, denn die oben genannten Funktionen sind von großer Wichtigkeit für das Funktionieren Sozialer Netzwerke.
  • Google Plus wurde besprochen als quasi-Gegenentwurf zu facebook. Dabei ist zu betonen, dass Google Plus vom Ansatz her anders funktioniert als facebook. Von der Vernetzung her ist G+ eher mit Twitter verwandt. Im Prinzip ist es eine Zusammenfassung aller Google-Dienste (Hangouts, Places, Maps, Drive, Mail …)
  • Alle Sozialen Netzwerke lassen sich untereinander verbinden.  So ist es z.B. möglich, Twitter-Inhalte zu facebook zu senden und umgekehrt, Bilder von pinterest in andere Netzwerke zu teilen, Beiträge auf xing direkt zu facebook und Twitter weiterzuleiten und so fort. Selbst für Dienste wie „Google Plus“, die derzeit von Hause aus keine Möglichkeit bieten, Inhalte von anderen Diensten automatisch zu importieren oder G+-Inhalte zu anderen Diensten zu exportieren gibt es Möglichkeiten, dies dennoch zu tun. So gibt es für den Chrome-Browser (der ja von Google stammt) eine Reihe von Erweiterungen, die es einem ermöglichen, seine Twitter- und facebook-Inhalte ebenfalls in Google Plus einzubinden. Die Verbindung Sozialer Netzwerke untereinander ist eine ihrer größten Stärken. So lassen sich sehr einfach Inhalte zwischen diesen Diensten austauschen, ohne dass man diese mehrmals schreiben müsste.
  • Inhalte von beinahe allen externen Seiten lassen sich ohne viel Mühe in facebook, Twitter, xing & Co. einbinden. Wie wir heute gesehen und selbst geübt haben, ist es in der Tat sehr einfach, Inhalte von z.B. youtube, Spiegel Online oder aus Blogs in facebook zu importieren. Dabei muss nur der Link eines Artikels kopiert und im „Was machst Du gerade?“-Feld bei facebook reinkopiert werden. Facebook macht dann den Rest (meistens zumindest) und fügt eine Vorschau zum geteilten Inhalt ein. Absenden und … fertig! So einfach ist das. Die Möglichkeit, mit sehr wenig Aufwand Artikel, Videos, Musik und mehr in facebook und andere Netzwerke einzubinden (nur einzubinden, nicht hochzuladen!) ist essentiell für deren Funktionieren. Müsste sich facebook z.B. nur darauf stützen, dass ausschließlich von Nutzern direkt selbst verfasste Inhalte das Netzwerk durchgeistern, wäre dort nicht einmal annähernd so viel los. Gerade das Einbinden von Videos (und es müssen nicht immer Monty Python-Sketche sein), Bildern und Musik bereichert die Netzwerke enorm. Nicht zuletzt deswegen sind Soziale Netzwerke für Firmen, Künstler usw. so interessant (siehe: https://www.facebook.com/rihanna mit ihren mehr als 82 Millionen Fans. So viele Einwohner hat Deutschland!), da die Fans mit bunten Bildern und mehr versorgt werden können.
  • „Fans“ holen sich die Werbebotschaft freiwillig ab. Es ist wohl der Traum eines jeden Marketing-Menschen: Die Zielgruppe muss nicht mit aufwändigen Kampagnen erst mal gefunden und dann bei Laune gehalten werden, um die Werbebotschaften aufzunehmen – sondern sie kommt ganz von allein und holt sich die Werbung bereitwillig selbst ab.
    Rechenbeispiel: Würden auch nur 1 Prozent (also jeder 100ste) der facebook-Fans von Rihanna im Jahr je 100 € ausgeben, um Musik, Fanartikel oder Konzertkarten zu kaufen (und allein die Konzertickets sind bekanntlich teuer), so wären das … na, Kopfrechnen? 1 Prozent von 80 Millionen sind 800.000. Das wiederum mal 100 € sind – schlappe 80 Millionen Euro. Jeder Fan ist also bares Geld wert.
  • Gruppen in facebook eignen sich gut für zielgerichtete Diskussionen. Abseits der Informationsflut von facebook kann man in Gruppen (die es in den drei Geschmacksrichtungen „offen“, „geschlossen“ und „geheim“ gibt) sehr gut im kleinen und mehr oder weniger privaten Kreis diskutieren, sich verabreden, Wissen austauschen usw. Natürlich haben personenbezogene Daten von Kunden, Klienten, Mitarbeitern oder Patienten auch in einer „geschlossenen“ oder „geheimen“ Gruppe nichts verloren. Immerhin werden die Daten nach wie vor in den USA gespeichert.
  • Inhalte, die in geschlossenen oder geheimen Gruppe erstellt werden, lassen sich nicht teilen. Wie heute demonstriert, lassen sich z.B. Bilder aus geschlossenen oder geheimen Gruppen nicht so teilen, dass Nicht-Mitglieder diese sehen können. Das ist durchaus sinnvoll. Teilt man einen Gruppeninhalt, z.B. auf die eigene Pinnwand, so sehen Nicht-Mitglieder der Gruppe nur „Anhang nicht verfügbar“.
  • Je nachdem, an welcher Stelle in facebook man sich befindet, kann man u.U. andere Inhalte erstellen. So können beispielsweise derzeit nur in Gruppen „Fragen“ gestellt und damit Umfragen unter den Mitgliedern gestartet werden. Auf dem eigenen Profil kann man z.B. „Orte“ an denen man sich befindet angeben oder „Lebensereignisse“ (wie Hochzeit, neue Arbeitsstelle etc.) hinzufügen. Wenn man das denn will. Auf einer Seite hat man hingegen die Möglichkeit, nicht nur Veranstaltungen, sondern auch Angebote zu erstellen, die die Fans direkt beanspruchen können. So kann eine Band beispielsweise mittels facebook direkt Konzertickets verkaufen.
  • Alles, was auf Twitter geschrieben wird, ist zunächst immer öffentlich. Es gibt zwar die Möglichkeit, den eigenen Account „zu schützen“ und damit alle eigenen Tweets unsichtbar zu machen, doch das war es dann auch mit den Privatsphäre-Einstellungen bei Twitter. Anders als bei facebook, xing oder Google Plus gibt es bei Twitter nur: „öffentlich für alle“ oder „nur für ausgewählte Kontakte sichtbar“. So etwas wie individuelle Freigaben pro Tweet (wie es ja bei facebook-Postings möglich ist, dort kann man pro Beitrag festlegen, wer diesen sehen darf) gibt es nicht bei Twitter. Alle eigenen Inhalte, alle „Retweets“ (Teilen anderer Tweets), alle „Replies“ (Antworten an andere Nutzer), alle „Mentions“ (Erwähnungen) sind generell öffentlich für alle Twitter-Nutzer und sogar für alle (!) Internetnutzer (!) weltweit sichtbar.
  • Hashtags (wie z.B. #medienkompetenz) sind eine Grundfunktion von Twitter und äußerst nützlich, um sich in Diskussionen einzubringen oder zu aktuellen Themen beizutragen. Hashtags sind nicht anderes als selbst definierte Suchbegriffe oder Schlagwörter. Jedes Wort kann mittels eines direkt davor gesetzten „#“-Symbols (hash) zu einem Hashtag gemacht werden. Hashtags lassen sich dann direkt anklicken und zeigen ein Suchergebnis nach anderen Tweets, die ebenfalls dieses Hashtag verwenden. In Echtzeit, wohlgemerkt.
  • Tweets lassen sich in Websites oder Blogs „einbetten“. In facebook funktioniert das aber z.B. nicht. Das sieht dann so aus:
  • Mittels RSS-Feeds (Artikellisten) lassen sich Inhalte von Blogs oder Websites automatisch (!) mit facebook oder z.B. xing teilen. Das bedeutet, dass jeder Inhalt, der in einem Blog geschrieben wird direkt danach auch zu facebook geteilt wird. Dazu lässt sich beispielsweise die Anwendung „RSS-Graffiti“ verwenden. Mehr dazu findet sich hier. Und hier.
  • Soziale Netzwerke eignen sich gut für aktuelle Diskussionen. Zum längerfristigen Speichern und Wiederfinden von Inhalten sind sie hingegen ungeeignet. Zwar bleiben die Inhalte sozialer Netzwerke quasi für immer gespeichert, das bedeutet aber noch lange nicht, dass man diese auch gut wiederfindet. Um über längere Zeit zu einem Thema zu diskutieren, sind Blogs oder Foren viel besser geeignet, als es facebook und Twitter je sein könnten. Nachhaltigkeit und Langfristigkeit sind nicht die Zielstellungen der Kommunikation in diesen Netzwerken, neue Inhalte verdrängen alte sehr schnell. Binnen weniger Minuten ist ein Tweet in meiner Twitter-Timeline so weit nach unten gerutscht, dass ich ihn nicht mehr sehe. Bei facebook ist es ähnlich. Und Getreu dem Motto: Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern? ist dann auch ebenso schnell vergessen, dass sich vor wenigen Monaten ganz Twitter über die #aufschrei-Brüderle-Sexismus-Debatte aufgeregt hatte. Was ist passiert? Nichts. Die Aufregung war so schnell weg, wie sie gekommen war. Wenn es in den normalen Medien ca. sechs Wochen dauert, bis ein Thema wieder aus den Schlagzeilen und damit aus den Köpfen verschwunden ist, so dauert es bei Twitter (etwas überspitzt) sechs Tage.

 

Advertisements

Ein Kommentar zu „Protokoll / Klausurvorbereitung vom 14.10.2014

Kommentar hinterlassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s