Protokoll vom 13.10.2014

Verknüpfung Sozialer Netzwerke untereinander
Wie schon mehrfach erwähnt, lassen sich generell alle Sozialen Netzwerke auf beinahe beliebige Art und Weise miteinander verknüpfen. So kann ich beispielsweise mittels „RSS-Graffiti „(ein Programm innerhalb von facebook) externe Feeds (z.B. die Artikel meines Blogs) automatisch nach facebook (auf mein Profil, auf eine meiner Seiten oder in eine von mir administrierte Gruppe lenken). „Selective Tweets“ (ebenfalls in facebook) erlaubt es hingegen, gezielt bestimmte Tweets auch in facebook auf meinem Profil oder meiner Seite auszugeben. Dabei muss im Tweet das Hashtag #fb verwendet werden, damit das funktioniert.

Zur RSS-Graffiti empfehle ich folgenden Artikel: http://www.sozialvernetzer.de/rss-feeds-mit-rss-graffiti-facebook-importieren/

Auch in xing lassen sich RSS-Feeds importieren, siehe hier: http://www.sozialvernetzer.de/rss-feeds-in-xing-einbinden/

Tweetdeck als Werkzeug für Twitter
Wenn man sich mit Twitter professionell beschäftigen möchten, führt mittelfristig kaum ein Weg an Werkzeugen wie Tweetdeck vorbei.

Dieser Artikel fasst zusammen, was Tweetdeck leisten kann: http://www.sozialvernetzer.de/tweets-anatomy-episode-3-tweetdeck/

Halte Deinen Feed sauber!
Auch wenn viele Nutzer sich darüber beschweren, dass ihre Newsfeeds in Twitter und facebook vor sinnlosen und nervigen Inhalten überquellen – letztlich ist jeder Nutzer ganz allein (!) schuld daran. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, Freunde und Seiten wieder aus ihrem Newsfeed zu werfen. Man kann „gefällt mir“-Klicks zurücknehmen, Freundschaften beenden oder Leuten „entfolgen“. Daneben hat man bei facebook die Möglichkeit, Meldungen von bestimmten Nutzern, Seiten oder Anwendung auszublenden, aus Wunsch auch für immer. Auf diese Weise halte ich mein Feed frei von Meldungen irgendwelcher Social Games, die unheimlich nerven.

Das, was ich bei facebook, Twitter, tumblr, xing und in anderen Netzwerken sehe (vielleicht mit Ausnahme von Werbung) hängt direkt damit zusammen, mit welchen Nutzern und Inhalten (Seiten, Gruppen, Anwendungen) ich mich verbunden habe. Stelle ich fest, dass bestimmte Inhalte mich dauerhaft nerven, kann ich diese ausblenden oder die Verbindung beenden. Ich kann aus Gruppen austreten, Seiten mit „gefällt mir nicht mehr“ markieren oder Anwendungen wieder deaktivieren.

Die Moral von der Geschichte: Nicht die anderen sind schuld, wenn man von deren Inhalten genervt ist, sondern man selbst.

Gruppen in facebook

  • Gruppen können von jedem facebook-Nutzer angelegt werden. Dabei kann zwischen offenen, geschlossenen und geheimen Gruppen unterschieden werden.
  • Bei einer geheimen Gruppe muss der Gründer dieser Gruppe neue Mitglieder manuell hinzufügen. Die Gruppe ist ja für Nichtmitglieder unsichtbar, daher haben diese keine Möglichkeit, der Gruppe selbst beizutreten.
  • Der Gründer (der „Admin“) der Gruppe kann festlegen, ob Mitglieder Beiträge in der Gruppe schreiben dürfen, oder nur er selbst. Auch eine vorherige Freigabe von Beiträgen ist einstellbar.
  • Der Admin kann auch festlegen, ob von Mitgliedern der Gruppe hinzugefügte Mitglieder erst vom Admin freigeschaltet werden müssen.
  • Ein Gruppenadmin kann weitere Mitglieder der Gruppe ebenfalls zu Admins ernennen.
  • Inhalte in geschlossenen und geheimen Gruppen sind nur für Mitglieder dieser Gruppen sichtbar, selbst dann, wenn sie aus der Gruppe heraus geteilt werden.
  • Gruppen eignen sich gut für die Kommunikation in einem eingegrenzten Rahmen, wenn also nicht alle Freunde, sondern nur ein paar Personen (die nicht unbedingt Freunde sein müssen) angesprochen werden sollen
  • Es muss aber immer im Hinterkopf behalten werden, dass selbst geheime Gruppen natürlich von facebook-Mitarbeitern eingesehen werden können und dass die Daten letztlich auf Servern in den USA gespeichert werden
  • Gruppen in facebook sollten daher auf keinen Fall (!) für die Kommunikation über unternehmensinterne Informationen oder personenbezogene Daten Dritter genutzt werden. Kunden- oder Klientendaten gehören absolut nicht in facebook.
  • In Gruppen können Veranstaltungen eingestellt werden, zu denen von Haus aus nur die Mitglieder eingeladen werden. Die Einladungen lassen sich aber z.B. auch an „Mitglieder und deren Freunde“ oder auch „öffentlich“ versenden. Hier ist Vorsicht geboten, um nicht unabsichtlich eine der berüchtigten „facebook-Partys“ zu erzeugen.
  • Über Aktivitäten in der Gruppe wird jedes Mitglied auf Wunsch informiert.

tumblr und der (fehlende) Jugendschutz
Wir haben gestern auch kurz über das Netzwerk „tumblr“ gesprochen, einen stark auf Bilder und Videos ausgelegten Bloganbieter, der strukturell Twitter sehr ähnlich ist. Das Besondere an tumblr ist (bzw. war), dass das Netzwerk bis vor Kurzem überhaupt keinen Jugendschutz bot. Dort fand und findet man Inhalte, die in den meisten anderen Netzwerken umgehend gelöscht würde, von Pornografie über die Dokumentation von Essstörungen bis hin zu Selbstverletzung etc. Darüber hinaus lassen sich Blogs bei tumblr mit einem Passwort schützen, was Eltern und Lehrer draußen hält. Wir hatten in diesem Zusammenhang davon gesprochen, dass facebook & Co. mittlerweile als „elternverseucht“ gelten und besonders Jugendliche sich dort zunehmend beobachtet fühlen. Das erklärt die Abwanderung in andere Netzwerke.

Vorratsdatenspeicherung
Ja, und dann stand auch die VDS noch auf dem Plan. Hier geht es darum, dass Kommunikations-Verbindungsdaten (also z.B. die Information, wer wann mit wem über welches Gerät und von welchem Standort aus kommuniziert) vorsorglich gespeichert werden sollen, falls man diese Daten irgendwann später mal benötigt. Das ist aus mehrerleit Hinsicht problematisch, denn zum einen werden damit alle Bürger unter Generalverdacht gestellt und zum anderen entstehen Begehrlichkeiten, sobald Daten irgendwo vorliegen. Strafverfolgungsbehördern finden immer irgendwas, was sie mit den Daten anfangen können.

Hier ein Artikel zum Thema: http://www.sozialvernetzer.de/sie-haben-doch-nichts-zu-verbergen-oder/ 

Streaming-Dienste
In Zeiten von Musik-Streaming-Diensten wie Spotify und „Video-on-demand“-Plattformen wie Watchever hat das „Kaufen“ von Inhalten an Bedeutung verloren. An seine Stelle ist das „Mieten“ getreten. Derartige Entwicklungen sind nicht nur technisch (komplexe Dienste mit enormen Datenmengen, Hochgeschwindigkeits-Internet) und quantitativ (beinahe jeder Medieninhalt ist ohne Verzögerung verfügbar) spannend, sondern sie stellen vor allem die Wirtschaft vor eine große Aufgabe: Wie kann das Geflecht aus konventionellen Anbietern (Plattenladen, Elektronikmarkt, Amazon, iTunes …) gegen diese Dienste bestehen?

Gekaufte Fans bei facebook
Fans zu kaufen scheint auf den ersten Blick sinnvoll und günstig. Bei genauerer Betrachtung wird aber schnell klar, dass es Geldverschwendung ist, die zusätzlich noch rechtliche Konsequenzen haben kann. Gekaufte Fans interagieren mit Seiten nicht im selben Maß wie „echte“ Fans, sie „liken“ eine Seite ja nicht aus Interesse, sondern weil sie irgendwie dafür entlohnt werden. Daneben kann man sich eines Verstoßes gegen das Wettbewerbsrecht schuldig machen, wenn z.B. ein Konkurrent herausfindet, dass man Fans gekauft hat, um die eigene Seite besser dastehen zu lassen.

Hier meine Meinung zum Thema: http://www.sozialvernetzer.de/facebook-fans-kaufen-illegale-geldverschwendung/

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