Protokoll vom 06.10.2014

So, der erste Kurstag wäre geschafft. Heute ging es um die allgemeine Einführung ins Thema Web2.0 und Social Media. Daneben haben wir schon Bereich wie Datenschutz und Datensicherheit, Privatsphäre, berufliche vs. private Nutzung Sozialer Netzwerke und allerlei mehr angesprochen.

Hier mal eine Zusammenfassung:

  • Der Begriff „Web2.0“ bezeichnet eine veränderte Wahrnehmung und Nutzung des Netzes. Die klassische Redaktion einer Website steht nicht mehr im Mittelpunkt. Stattdessen funktionieren Netzwerke wie wikipedia, facebook oder Twitter (und generell alle Social Media Anwendungen) beinahe ausschließlich über sogenannten „user-generated content“, also „von Nutzern erstellte Inhalte“.
  • Der Social Media Kosmos besteht mitnichten nur aus facebook, wie diese Übersicht hier eindrucksvoll zeigt.
  • Alle Sozialen Netzwerke benötigen zum Funktionieren eine ausreichend hohe Nutzerzahl. Am Beispiel von Google Plus sieht man sehr gut, dass auch Riesenkonzerne wie Google kein funktionierendes Social Netzwork einfach aus dem Boden stampfen. Auch das heute kurz angesprochene „Ello“, das derzeit als Konkurrenz zu facebook gehandelt wird, muss sich noch beweisen. Ich sehe da keine großen Chancen …
  • Facebook hat in Deutschland ca. 27 Millionen Nutzer, das ist die Hälfte der Deutschen, die regelmäßig das Internet nutzen (ca. 55 Millionen). Nur Whatsapp hat mit ca. 30 Millionen Nutzern noch mehr.
  • Twitter folgt (noch hinter Google Plus, das ca. 9 Millionen Nutzer in Deutschland zählt) weit abgeschlagen mit ca. 1 Million Nutzern. Von der blanken Reichweite liegt facebook also uneinholbar weit vorn.

Hier noch mal das Video „Was ist Social Media“

  • Wir haben uns daneben mit instagram und pinterest beschäftigt, zwei bild- bzw. videobasierten Netzwerken (da man in instagram auch Videos posten kann), die im Augenblick beide auch in Deutschland boomen. Hier ein Artikel zum Einsatz beider Dienste und zu den Unterschieden.
  • Soziale Netzwerke sammeln Informationen über ihre Nutzer. Diese Informationen sind nützlich, das die Geschäftsmodell von facebook, Twitter und Google auf Werbeanzeigen basieren. Je genauer ein Netzwerk über mich als Nutzer Bescheid weiß, desto passgenauere Werbung kann mir angezeigt werden. Je besser die Werbung platziert ist (also je mehr Nutzer darauf klicken, weil sie davon angesprochen werden), desto mehr Geld verdienen die Netzwerke. Ganz einfach im Grunde.
  • Soziale Netzwerke wissen auch Dinge von uns, die wir nicht schreiben. So kann facebook z.B. sehr effizient die sexuelle Orientierung seiner Nutzer*innen herausfinden, selbst wenn diese nichts dazu schreiben. Hierfür werden statistischen Analysen durchgeführt, mit deren Hilfe sich Wahrscheinlichkeiten berechnen lassen. In manchen Bereichen kennt uns facebook tatsächlich besser, als wir uns selbst.
  • Dann ging es auch noch um WhatsApp, hier haben wir uns ein Video zu den „Nutzertypen“ angeschaut. Interessant hierbei ist aus psychologischer Sicht, dass man sich selbst den Stress macht, ständig erreichbar sein zu müssen. Außerdem birgt die Kommunikation viel Potential für Missverständnisse, da Mimik, Gestik und Tonfall nicht per Text ausgedrückt werden können.
  • Social Media zu nutzen bedeutet, Kontrolle über die eigenen Informationen abzugeben. Ich kann z.B. in keiner Weise kontrollieren, in welche Richtung sich ein Tweet verteilt. Einmal in ein Soziales Netzwerk eingefüllt, verselbständigen sich Inhalte. Daher sollte man jederzeit gut überlegen, ob ein Posting einem selbst oder anderen Personen schaden könnte, wenn es von „Unbefugten“ gesehen wird. So etwas wie Privatheit gibt es im Netz nicht, „geheime Gruppen“ und Privatsphäre-Einstellungen hin oder her.

Ja und dann haben wir auch noch Themen wie „Google Glass“ gestreift, Ortungsdienste angesprochen und, und, und …

… morgen wird es konkret um facebook gehen. Wir werden uns mit dem Anlegen eines Profils beschäftigen, einen gründlichen Blick auf die Privatsphäreeinstellungen werfen und uns genauer damit beschäftigen, wie Kommunikation in facebook, z.B. in Gruppen, funktioniert.

Gute Nacht.

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