Protokoll vom 22.07.2014

Heute ging es unter anderem um xing, wir haben uns angeschaut, was passiert, wenn man sich mit Hashtags in Unterhaltungen einmischt, wir haben uns mit problematischen Inhalten auseinandergesetzt und uns mit RSS-Feeds beschäftigt. Und nebenbei haben wir über dies und das diskutiert, z.B. über die richtige Reaktion auf kritische Postings.

Xing

Xing-Werbeclip


Was haben wir zu xing gelernt?

  • xing ist ein Soziales Netzwerk mit einer ganz klaren inhaltlichen AusrichtungBusiness und berufliche Selbstdarstellung. Damit unterscheidet es sich deutlich von den eher „ziellosen“ anderen Social Networks wie facebook oder Twitter, in denen ich mich natürlich beruflich darstellen kann, ohne dass das aber wirklich der Zweck des Netzwerkes wäre.

Wie funktioniert xing? Hier ein Video, das einmal durch das Netzwerk führt und einen Überblick über die wichtigsten Funktionen gibt.

  • xing erfordert für die Registrierung eine E-Mailadresse, es wird wie sonst auch eine Bestätigungsmal versandt. Same procedure as last time.
  • In der Basisversion ist die Nutzung von xing kostenlos möglich. Der kostenpflichtige Premiumaccount (derzeit ca. 7 € monatlich) erlaubt einige Zusatzfunktionen wie verbesserte Suche, Anzeige von Profilbesuchern mit Name, das Versenden von Nachrichten an Nicht-Kontakte und einige weitere. Für die Nutzung als Plattform zur beruflichen Selbstdarstellung sind die kostenpflichtigen Funktionen nicht nötig.
  • xing bietet recht umfangreiche Einstellmöglichkeiten für die Privatsphäre. So lassen sich nicht nur die Sichtbarkeit der eigenen Profilinfos, der Kontaktliste und der Kontaktdaten, sondern auch die Sichtbarkeit eigener Aktionen auf xing (Postings, neue Kontakte, Änderungen am Profil etc.) einstellen.
  • Im beruflichen Lebenslauf lassen sich natürlich derzeitige und vergangene Tätigkeiten auflisten, hierzu können jeweils Beschreibungstexte und Links hinterlegt werden.
  • Wie jedes andere Social Network informiert xing Nutzer per E-Mail über Geschehnisse. Hier ist es sinnvoll, die Menge an Mails zu reduzieren, in dem man sich auf wirklich wesentliche Infos beschränkt, beispielsweise Private Nachrichten oder Kontaktanfragen.
  • xing ermöglicht es, sich als gezielt „jobsuchend“ zu markieren (im Bereich „Karrierewünsche“ auf dem eigenen Profil). Dabei kann diese Einstellung vor anderen xing-Mitgliedern verborgen werden und ist dann nur für „Recruiter“ sichtbar. Das sind xing-Nutzer, die sich als Personalbeschaffer/Headhunter dort registriert haben.
  • Das „Portfolio“ ermöglicht es, eigene Projekte mit Bildern, Texten und Links vorzustellen. Sehr sinnvoll z.B. für Freiberufler oder Künstler. Das Portfolio lässt sich als Startseite einstellen, so dass Profilbesucher zuerst auf dieser Seite landen. Ich mache das zum Beispiel so.
  • Das Profilbild ist das wesentliche Aushängeschild eines jeden Profils. Ein schlechtes Foto senkt die Chancen, dass sich ein Besucher den Rest meines Profils anschaut, ganz erheblich. Grundregel: Es sollte ein Portraitfoto sein. Keine Halbtotale oder gar eine Gruppenaufnahme. Der Hintergrund sollte im Idealfall weiß sein. Bildfilter oder „kreative“ Effekte schaden meist mehr, als sie nutzen. Und ganz wichtig: Das Profilfoto muss unbedingt zum Rest des Profils passen. Das ist der Grund, warum meines z.B. Schwarz-Weiß ist und ich ein wenig lächle 🙂

und noch mal derselbe Typ

  • xing erlaubt den Import von Twitter-Nachrichten (nur ein Account möglich) und den Import von RSS-Feeds (mehrere möglich). Wie das geht, erkläre ich hier. Feed-Artikel werden u.a. als Neuigkeiten („Sascha Dinse empfiehlt einen Link …“) veröffentlicht. Tweets sind nur auf dem Profil zu sehen.
  • Daneben können eigene Websites, Blogs sowie Accounts bei anderen Diensten ebenfalls angegeben werden.
  • Inhalte, die ich bei xing veröffentliche, können auf Wunsch zu meinem (einen) verknüpften Twitter-Account, oder auf mein facebook-Profil, bzw. auf eine meiner fb-Seiten (!) gesendet werden. Diese Funktion ist sehr wertvoll, wenn man z.B. mit beruflichen Updates nicht nur seine Kontakte bei xing, sondern auch die Fans der eigenen fb-Seite versorgen möchte.
  • Es kann auf xing gezielt nach Jobangeboten oder Projekten für Freelancer gesucht werden. Auch die Einrichtung eines Jobagenten, der mich mit E-Mails zu passenden Angeboten versorgt, ist möglich.
  • Gruppen ermöglichen die thematische Diskussion zu allen möglichen Themen. Der Zeitaufwand für eine effektive Kommunikation in xing-Gruppen ist allerdings immens und daher sollte man gut überlegen, wieviel Zeit man hier zu investieren bereit ist.
  • Veranstaltungen, neudeutsch „Events„, lassen sich komfortabel über xing planen. Hiermit ist es sogar möglich, den Ticketkauf für Teilnehmer abwickeln zu lassen, das ist allerdings etwas komplexer und soll an dieser Stelle nicht vertieft werden.
  • xing erlaubt „Unternehmensseiten„, auf denen sich (wer hätte das gedacht!) Unternehmen darstellen und Nachrichten verbreiten können. Das Anlegen einer Unternehmensseite ist kostenlos möglich, will man allerdings auf erweiterte Funktionen zugreifen, bietet xing ein kostenpflichtiges (und mit mindestens 395 € im Monat auch teures) „Employer Branding“-Paket (schreckliches, unnötig in englisch gehaltenes Unwort für ein in Deutschland ansässiges Unternehmen, aber das ist nur meine Meinung), das sich aber nur für größere Unternehmen lohnt.

Problematische Inhalte

So, jetzt noch was zu (vermeintlich) problematischen Inhalten. Wir haben uns u.a. mit facebook-Seiten beschäftigt, die sich unter der Vorspiegelung sozialer Interessen (Kinderschutz, soziales Engagement, Umweltschutz (!)) mit extremem Gedankengut an Fans heranpirschen. Hier gilt es wachsam zu sein und zu hinterfragen, wer hinter einer Seite steht.

Das Problem entsteht dann, wenn auf der eigenen fb-Seite oder in Kommentaren auf Blogs plötzlich Zahlenkürzel wie „88“ verwendet werden oder Musik rechtsextremer Bands als Video eingebunden wird etc. Hier muss man als Seitenbetreiber wissen, welche Inhalte noch von der Meinungsfreiheit gedeckt sind und welche nicht. Löscht man Videos von „Freiwild“? Vielleicht. Löscht man Videos von Bands wie „Landser“? Auf jeden Fall!

Und dann gibt es ja noch Inhalte, die auf den ersten Blick problematisch wirken, es aber eigentlich nicht sind. Stichwort: Laibach vs. Queen. Selber Inhalt, andere Sprache = Problem?

Beispiele aus der Musik

Videos und Songs wie „Stukas im Visier“ (wobei ja hier bereits deutlich wird, dass die Perspektive nicht die der Deutschen ist), werden oftmals missverstanden. Das liegt auch daran, dass Bands wie Feindflug sich nicht wirklich drum scheren, ihre Kunst zu erklären. Ja, das ist eine gewisse Arroganz, die man der Schwarzen Szene durchaus vorhalten darf. Die folgenden Bands haben gemein, dass keine von ihnen auch nur im Ansatz als „rechts“ eingestuft werden kann.

Feindflug – Stukas im Visier

Wumpscut – Untermensch
Und hier noch ein Beispiel, das besonders durch den Text kontrovers erscheint, bis … ja, bis man am Ende das Sample aus „Die Blechtrommel“ hört (ab ca. 3:20 min). Das zeigt dann, was die wirkliche Intention des Songs ist.

Nachtmahr – Katharsis (hier beachte man das Artwork im Video, das mehr als deutlich mit der Ästhetik des Dritten Reiches spielt) Durch das Sample am Anfang (aus „American Psycho“) wird für den Film- und Szenekenner gleich ein inhaltlicher Bezug hergestellt, der gar nichts mit Nazis oder ähnlichem zu tun hat. Es ist der Endmonolog aus „American Psycho“ (großartiger Roman und fantastische Verfilmung mit Christian Bale übrigens).

So, mit diesen sanften Klängen (haha) will ich das Protokoll dann auch ausklingen lassen …

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