Protokoll vom 17.01.2014

Das Protokoll folgt diesmal mit ein wenig Verspätung. Ich hab’s einfach nicht früher geschafft.

Am Freitag haben wir uns ganz konkret mit der Konzeption und Planung eines Social Media Kommunikationskonzepts befasst. Kunde hierbei war die „Klinik am Park“, die hinsichtlich Auslastung ihrer Einrichtung, Einwerbung von Sponsorenkapital, Personalakquise und Öffentlichkeitsarbeit zur Imageverbesserung ihre Agentur beauftragt, ein Konzept zu erstellen.

Diese Punkte sind typisch für die Ziele von Kampagnen, bei Firmen kommt hier oft noch der direkte Vertrieb von Produkten hinzu. Darum wird es aber erst in der kommenden Woche gehen, daher habe ich für das Beispiel eher eine Einrichtung als eine Firma gewählt.

Was ist uns beim Erarbeiten des Konzepts klar geworden?
Social Media Konzepte sind, auch wenn es zunächst nicht so aussieht, inhaltlich komplex und weisen trotz den unvollständigen Projekt-Charakters (Sie erinnern sich, Social Media ist niemals fertig, anders als normale Projekte) viele Merkmale eines klassischen Projekts auf. Anhand einiger Hilfestellung gelang es uns, ein recht rundes und vermutlich tragfähiges Konzept inkl. passender Bildsprache zu entwickeln.

  • Auftraggeber haben oft nur diffuse, wenig konkrete Vorstellung, was sie mit Social Media erreichen wollen. Das Formulieren konkreter Ziele ist allerdings extrem wichtig, um im Verlauf des Projekts den Erfolg überhaupt messen zu können.
  • „Ich will meine Zielgruppe künftig über facebook ansprechen!“ ist KEIN konkretes Ziel. „Ich will nach einem Jahr 200 Fans haben, mit 100 Seiten verbunden sein, wöchentlich mindestens 10 Kommentare und „gefällt mir“-Angaben auf meiner Seite haben“ ist hingegen ein konkretes Ziel.
  • Auch wenn der Auftraggeber gern alle Ziele über Social Media erreichen möchte, kann es sein, dass einzelne Dinge (wie das gezielte Ansprechen von Sponsoren) vielleicht eher im persönlichen Kontakt vorgenommen werden sollten.
  • Stellen sie Fragen! Nur so erhalten sie notwendige Informationen. Ein Auftraggeber stellt ihnen nur in den seltensten Fällen bei der Projektanfrage bereits alle notwendigen Informationen bereit.
  • Holen sie alle Stakeholder (Interessengruppen) frühzeitig ins Boot. Gerade bei Projekten, die ganze Unternehmen und deren Belegschaft betreffen (Einführung eines Intranets, Aufbau eines Corporate Blogs etc.) ist es wichtig, alle vom Projekt betroffenen Parteien „abzuholen“, aufzuklären und für das Projekt zu gewinnen.
  • Die Zielstellungen sollten sich immer an den verfügbaren Ressourcen orientieren. Mit einem Ehrenamtler, der eine Stunde pro Woche facebook betreut, lässt sich keine umfangreiche Kampagne durchführen. Wir hatten es mal grob überschlagen: Für das von uns angedachte Konzept wird *mindestens* eine volle Stelle benötigt.
  • Seien sie kreativ! Kombinieren sie Dinge miteinander. Das können Plattformen sein, das können inhaltliche Überschneidungen sein oder crossmediale Inhalte (QR-Codes usw.) Stock-Material aus Fotoplattformen wie fotolia ist zwar von guter Qualität und recht günstig, wirkt aber auch generisch und wenig individuell. Und wie sie selbst wahrscheinlich merken, entwickelt man einen Blick dafür, ob es sich um Stock-Material handelt 🙂

So, das soll dann reichen. Wir sehen uns Montag.

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