Protokoll vom 06.01.2014

Und er ist geschafft, der erste Kurstag im neuen Jahr!

Heute und die ganze Woche ging/geht es um „Medienkompetenz„. Dabei zeigte sich heute, dass es gar nicht so einfach ist, diesen Begriff zu erklären, da er viele verschiedene Facetten umfasst.

Medienkompetenz, wie die Wikipedia sie versteht.
Ein anderer Versuch einer Erklärung, etwas weniger weit gefasst.

Medienkompetenz bezieht sich nicht allein auf das „Anwenden-Können“ von Diensten wie facebook oder Twitter, sondern vielmehr auf das Verständnis der diesen zugrunde liegenden Strukturen. Es geht auch um ein Verständnis für die Funktionsweisen moderner Kommunikation, ihre gesellschaftlichen Dimensionen und nicht zuletzt um die Herkunft der Technologie, die wir heute wie selbstverständlich einsetzen. Natürlich greift der allgemeine Begriff der Medienkompetenz auch die anderen Medien mit, im Rahmen unseres Kurses geht es aber hauptsächlich um das Internet, weniger um Film, Fernsehen, Musik oder Literatur.

In Zeiten von Musik-Streaming-Diensten wie Spotify und „Video-on-demand“-Plattformen wie Watchever hat das „Kaufen“ von Inhalten an Bedeutung verloren. An seine Stelle ist das „Mieten“ getreten. Derartige Entwicklungen sind nicht nur technisch (komplexe Dienste mit enormen Datenmengen, Hochgeschwindigkeits-Internet) und quantitativ (beinahe jeder Medieninhalt ist ohne Verzögerung verfügbar) spannend, sondern sie stellen vor allem die Wirtschaft vor eine große Aufgabe: Wie kann das Geflecht aus konventionellen Anbietern (Plattenladen, Elektronikmarkt, Amazon, iTunes …) gegen diese Dienste bestehen?

Das Nutzen Sozialer Netzwerke, die Verbindung dieser Dienste untereinander, die Wechselwirkungen zwischen Privatheit und Öffentlichkeit stellen für jeden einzelnen Menschen ein Spannungsfeld dar, in dem er/sie sich zurecht finden muss. Neben den Herausforderungen, die die sich ständig weiter entwickelnde Technologie mit sich bringt (Stichwort: neues facebook-Design bei einem unserer Teilnehmer) muss jede/r auch ständig auf Angriffe aus dem „Cyberspace“ gefasst sein (Stichwort: Trojaner hinter vermeintlichen Michael Schumacher-Videos), sich mit „Cybermobbing“, möglichem Identitätsdiebstahl und weiteren Widrigkeiten auseinandersetzen.

Um dieser Herausforderungen und Bedrohungen Herr/Frau zu werden, ist Medienkompetenz vonnöten. Um einen Angriff durch Fake-Inhalte zu erkennen, muss ich zunächst wissen, dass es Menschen gibt, die sich einen Spaß daraus machen, Prominente vorzeitig für tot zu erklären und dergleichen. Um Cybermobbing bekämpfen zu können, muss ich zuerst verstehen, wie es dazu kommt und welchen Mechanismen es folgt. Um die wahren Hintergründe hinter einer „Wir schützen unsere Kinder!“-facebook-Seite zu ergründen, muss ich kritisch genug sein, auch einen Blick hinter die Fassade zu riskieren (und dort womöglich auf die NPD zu stoßen), bevor ich blindlings „gefällt mir“ klicke.

Aber wir haben heute auch gelacht, zum Beispiel beim „Spam“-Sketch von Monty Python. Und ja, der gehörte zum Unterricht, erklärt sich doch daraus, woher der Begriff „Spam“ eigentlich stammt. Nach dem bizarren Intro mit den Blumen geht’s los.

Im Weiteren ging es wie immer auch konkret um facebook (speziell die Privatsphäre-Einstellungen), „retweets“ und „replies“ bei Twitter, gute und weniger gute Profilbilder bei xing, extremistische Inhalte in Sozialen Netzwerken, verwirrende Begriffe wie „Pinwand“ und „Chronik“, die dieselbe Sache beschreiben und einiges mehr.

Ich wünsche eine gute Nacht. Wir sehen uns morgen.

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