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Dokumentation Lehrveranstaltung Medienkompetenz

Man muss nur wissen, wo es steht. Nämlich hier.

Personal Branding

Heute auf dem Speiseplan: „Personal Branding“, die Kunst (?) der Selbstdarstellung im Netz.

Was ist überhaupt Personal Branding?
Hier ein Artikel von mir zum Thema, natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Mehr Beispiele für mein eigenes Personal Branding.

Wer macht sowas und warum?
Wir schauen uns daneben ein paar populäre Beispiele an. Stichworte: Paris Hilton, Daniela Katzenberger, Kim Kardashian.

Wie macht man das?

Warum ist Personal Branding sinnvoll?

Weitere Gründe, warum das gut ist.

Noch mehr Input dazu.

Was beim Personal Branding schiefgehen kann, wenn man es nicht richtig macht.

Blog einer Kollegin, die Beratung im Bereich Personal Branding anbietet.

yasni ist eine Personensuchmaschine. Datenschutztechnisch sicher diskutabel.

 

Rechtliche Grundlagen im Internet

Dies hier ist nur ein kleiner Überblick …

Welche Gesetze und Regelungen sind relevant?

Hier mal in Kürze anhand von Links zusammengefasst:

Telemediengesetz
Das TMG regelt quasi alles, was man als Anbieter von Telemedien berücksichtigen muss. Hier die etwas kompaktere Erklärung bei Wikipedia.

Impressumpflicht
Teil des TMG ist die Pflicht zur „Anbieterkennzeichnung„. Gemeint ist damit ein Impressum, das je nach Rechtsform bestimmte fest definierte Informationen enthalten muss. Für Freiberufler muss da nur wenig drinstehen, bei größeren Firmen schon erheblich mehr. Wichtig: Die Impressumpflicht trifft unter Umständen auch auf Websites, Blogs oder Social Media-Präsenzen zu, die man vermeintlich nur „privat“ nutzt. Wer z.B. mit einem kostenlosen WordPress-Blog arbeitet, sollte definitiv ein Impressum haben, da dort Werbung angezeigt wird. Details dazu im verlinkten Artikel.

Bundesdatenschutzgesetz
Das BDSG regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten und enthält weitreichende Vorschriften, wie die Erfassung und Verarbeitung derartiger Daten zu erfolgen hat. Das BDSG ist zwar ein Bundesgesetz, die konkrete Auslegung obliegt aber den Ländern. Daher ist die Rechtslage teils je Bundesland verschieden. Hier sind insbesondere §3 (Datensparsamkeit und Datenvermeidung) sowie $4 (Zulässigkeit der Erhebung und Verarbeitung von Daten) sowie §9 (Technische und organisatorische Schutzmaßnahmen) zu beachten.

Recht am eigenen Bild
Werde ich fotografiert und bin als Einzelperson deutlich zu erkennen, so greift mein „Recht am eigenen Bild“, das es mir gestattet, über die Verwendung des Bildes zu bestimmen. Ausnahmen sind z.B. wenn ich prominent bin, für die Aufnahme explizit bezahlt wurde oder nur Teil einer Menschenmenge (z.B. bei einem Emilie Autumn-Konzert) bin. Ja, ich finde immer einen Weg, meine Lieblingskünstlerin zu erwähnen.

Urheberrecht
Das Urheberrecht an einem künstlerischen Inhalt hat immer der … naja, der Urheber. Egal, was mit dem Werk dann geschieht – das Urheberrecht kann nur durch den eigenen Tod z.B. an die eigenen Erben übertragen werden. Eine andere Möglichkeit der Übertragung oder des Verkaufs besteht nicht. Natürlich können an einem Werk aber „Nutzungsrechte“ eingeräumt werden, siehe facebook. Hier die Wikipedia-Version.

Vermeidung von Spam
Dies ist Teil des TMG. Jeder Betreiber von Telemediendiensten muss Spam (also unerwünschte Werbung) vermeiden. Nutzern des eigenen Angebots darf nicht ohne deren Zustimmung z.B. ein Newsletter zugesandt werden. Gleichzeitig muss geprüft werden, dass der eigene Server nicht von Schadsoftware infiltriert wurde und als Teil eines Botnetzes missbraucht wird zum Versand von Spam.

Löschpflicht bei rechtswidrigen Inhalten
Als Betreiber eines Online-Angebots (z.B. auch einer facebook-Seite) ist man verantwortlich dafür, was dort an Inhalten zu lesen, zu sehen oder zu hören ist. Das gilt auch für Inhalte von Nutzern! Kommentare mit rechtswidrigen Inhalten müssen so schnell wie möglich gelöscht werden. Zwar ist z.B. ein Internetprovider nicht dafür verantwortlich, was Nutzer mit ihren DSL-Verbindungen anstellen, aber das trifft nicht auf Betreiber von Foren, Blogs oder eben facebook-Seiten zu.

Wettbewerbsrecht
Das Wettbewerbsrecht gilt on- und offline gleichermaßen. Im Online-Bereich bezieht es sich z.B. auf Werbung, die bei facebook gemacht wird (hier müssen z.B. bei Auto-Werbung dieselben Dinge berücksichtigt werden wie offline, also z.B. Angaben zum Kraftstoffverbrauch) und auch auf z.B. das Kaufen von Fans, was als „unlauterer Wettbewerb“ aufgefasst werden kann.

AGBs der genutzten Online-Dienste
Zusätzlich zum Wettbewerbsrecht ist es ABSOLUT NOTWENDIG, sich mit den speziellen AGBs der genutzten Netzwerke vertraut zu machen. Als Seitenbetreiber bei facebook, der Gewinnspiele durchführen oder Werbung schalten will, ist das ebenso wichtig, wie als Blogger, der Bilder z.B. von pixelio verwenden möchte. Wir erinnern uns: Bei pixelio-Bildern muss seit kurzem *direkt im Bild* der Urheber genannt werden. Absurd, aber so will es die aktuelle Rechtssprechung. Oder halt, vielleicht doch nicht?

Filesharing, Stuktur und rechtliche Dimension
Torrent-Netzwerke an sich sind nicht illegal, wohl aber das Verteilen urheberrechtlich geschützter Inhalte. Unterschied zwischen Filesharing und Streaming: Beim Filesharing wird das was ich herunterlade automatisch anderen Nutzern zum Runterladen angeboten. Dieses „Verfügbarmachen“ ist (nur!) dann illegal, wenn es sich dabei um urheberrechtlich geschütztes Material handelt. Beim Streaming erfolgt keine automatische Weitergabe der runtergeladenen Daten. Daher ist es rechtlich anders zu bewerten. Gerichtliche Entscheidungen hierzu stehen noch aus, die Rechtslage ist derzeit unklar. Die unklare Rechtslage führt u.a. zu Fällen wie der Redtube-Abmahnwelle, die sich die Unsicherheit zunutze macht.

Protokoll zu Twitter

Twitter also. Der populäre Kurzmitteilungsdienst wird auch oft als „Micro-Blog“ bezeichnet, weil er nur sehr kurze Nachrichten erlaubt.

Einführend empfehle ich diese beiden Artikel auf einem meiner anderen Blogs:

Was ist überhaupt Twitter?
http://www.sozialvernetzer.de/tweet%C2%B4s-anatomy-episode1-was-ist-twitter/

und hier gehts noch genauer um den „Aufbau eines Tweets“:
http://www.sozialvernetzer.de/tweets-anatomy-episode-2-der-aufbau-eines-tweets/

Mit Twitter kann man:

  • Tweets“ schreiben (logisch!), dafür stehen 140 Zeichen zur Verfügung.
  • anderen Nutzern „folgen„, bzw. eigene „Follower“ gewinnen.
  • andere Nutzer zu „Listen“ zusammenfassen, um sie thematisch zu sortieren. Listen können öffentlich oder privat sein.
  • Nutzer, die mich nerven, „blockieren“ oder „als Spam melden
  • sich einen eigenen, individuellen Twitternamen (z.B. @sozialvernetzer oder @crennas) sichern, der dann wirklich nur mir gehört.
  • Links zu Websites oder beliebigen anderen Inhalten versenden
  • Multimediainhalte wie Bilder, Videos, Artikel oder den eigenen Standort teilen, das geht sowohl über die Web-Oberfläche von Twitter als auch über die App oder Software wie Tweetdeck
  • Inhalte „retweeten„, entspricht dem „Teilen“ auf facebook. Damit wird ein Tweet eines anderen Nutzers von mir (öffentlich!) weitergereicht an meine Follower. Das Re-Tweeten ist es, was die rasante Verteilung von Inhalten auf Twitter bewirkt und ist daher extrem wichtig für die Funktion von Twitter. Jeder Tweet kann von mir nur einmal retweetet werden, um Spam zu vermeiden. Ein Retweet kann rückgängig gemacht werden.
  • auf Tweets „antworten„, dabei wird eine öffentlich sichtbare (!) Antwort an einen anderen Twitter-Nutzer geschrieben. Der betreffenden Nutzer wird dabei automatisch „erwähnt„.
  • andere Nutzer „erwähnen„, das heißt, gezielt ansprechen mittels @-Zeichen. Beispiel: „Hier was Interessantes für @sozialvernetzer“. Der „erwähnte“ Nutzer wird über die Erwähnung informiert. Dies ist neben dem Einsatz von Hashtags und dem Re-Tweeten eine der wichtigsten Funktionen auf Twitter.
  • Tweets „liken“ (rotes Herzchen), entspricht dem „gefällt mir“ bei facebook
  • anderen Nutzern „Direktnachrichten“ schreiben, entspricht den „Privaten Nachrichten“ in fast allen anderen Netzwerken. Diese „Direktnachrichten“ sind als einziger Twitter-Inhalt nicht öffentlich sichtbar, sondern werden stets nur zwischen zwei Nutzern ausgetauscht.
  • klickbare Schlagworte/Suchbegriffe, sog. „Hashtags“ erzeugen. Beispiel: #medienkompetenz #socialmedia Diese Hashtags lassen sich aus jedem Wort erzeugen, in dem einfach eine Raute (Hash) davor geschrieben wird. Dann wird daraus ein anklickbares Wort erstellt, das bei Klick auf ein Suchergebnis führt. Dort findet man dann in Echtzeit (!) alle Treffer zu diesem Begriff bei Twitter.
  • Tweets „einbetten„, siehe Beispiel hier drunter. Die eingebetteten Tweets behalten dabei all ihre Funktionen (!!!), man kann also den Tweet hier drunter direkt retweeten, darauf antworten, ihn favorisieren bzw. mir folgen. Und man kann sich natürlich den Song der großartigen Emilie Autumn anhören … das Einbetten funktioniert allerdings nur auf Websites, die das auch erlauben. Bei facebook und in anderen Sozialen Netzwerken geht das so zumindest nicht, auf Blogs oder Websites hingegen schon.

Und wenn wir schon dabei sind, das hier ist auch genial:

Ja, ich bin eine „Plague Rat“ :) Wie man z.B. auch hier sehen kann.

  • seine Tweets „schützen„, um sie nicht öffentlich sichtbar zu machen. Das ist die einzige (!) Privatspäreeinstellung, die Twitter kennt. Schützt man seine Tweets, müssen Follower erst eine Anfrage stellen, der man dann stattgeben muss. Erst dann können sie die geschützten Tweets sehen. So etwas wie individuelle Sichtbarkeitseinstellungen pro Tweet (also so wie z.B. bei facebook möglich) kennt Twitter nicht.
  • nach Inhalten oder anderen Nutzern suchen, dafür steht eine Suchfunktion zur Verfügung. Twitter gibt dann in Echtzeit die Ergebnisse aus.
  • Benachrichtigungen per E-Mail erhalten, wenn irgendwas passiert (nervt total, sollte man abstellen)
  • Twitter mit seiner Website, seinem Blog, dem eigenen facebook-Profil oder einer Seite verbinden bzw. Postings von einer facebook-Seite automatisiert zu Twitter senden lassen (dazu kommen wir noch, ich erwähne es hier nur schon mal)
  • ein eigenes Nutzerprofil mit Profilbild, Kopf- und Hintergrundbild aufhübschen, 160 Zeichen für eine Selbstbeschreibung verwenden (ggf. inkl. Link zum Impressum, total wichtig!!!!). Beim Hintergrundbild sollte unbedingt drauf geachtet werden, dieses wirklich groooooß zu wählen, damit das z.B. auch auf 27-Zoll-Monitoren gut aussieht.
  • eine 2-Faktor-Authentifizierung z.B. via SMS oder über die Twitter-App nutzen, sehr sinnvoll! Leider lässt sich eine Telefonnummer nur für jeweils einen Twitter-Account benutzen … blöd.
  • für professionellen Einsatz sollte man auf Programme wie Tweetdeck zurückgreifen. Ausführliche Beschreibung dazu findet sich hier. Optisch sieht Tweetdeck mittlerweile etwas anders aus, strukturell ist das aber immer noch aktuell. Tweetdeck erlaub u.a. zeitversetztes Twittern, das Verwalten mehrerer Accounts und das extrem komfortable Filtern von Inhalten in beliebig vielen Spalten.

„Protokoll zu Twitter“ weiterlesen

Themenplan

 

Hier ein Überblick über die Themenbereiche, mit denen wir uns gemeinsam auseinandersetzen werden. Die Reihenfolge ist dabei nicht zwingend fix. Wir konkretisieren das gemeinsam anhand eurer Interessen.

Nach der Bestandsaufnahme planen wir die Inhalte zeitlich genauer, so dass ihr wisst, was wann ansteht.

  • Einführung Web2.0 und Social Media
  • Facebook verstehen, konfigurieren und benutzen
  • Twitter – das unbekannte Wesen, eine Einführung
  • Einführung Tweetdeck
  • Personal Branding im Einsatz
  • Praxis in Facebook (Anlegen von Seiten, Kommunikation mit Fans etc.)
  • Ansprachekonzepte in Facebook und Twitter verstehen und anwenden
  • Praxis in Twitter (Einsatz von Mentions, Hashtags, Retweets & Co.)
  • Einsatz Tweetdeck als Filter für Twitter
  • Hashtags als Marketinginstrument einsetzen
  • Hashtagify.me, topsy und weitere Hilfwerkzeuge für Twitter
  • xing – das Businessnetzwerk
  • linkedin – das internationale Businessnetzwerk
  • Personal Branding – Selbstdarstellung online
  • Was ist Medienkompetenz?
  • instagram unter der Lupe
  • pinterest unter der Lupe
  • youtube, SoundCloud, BandCamp
  • Anlegen und Ausbauen des eigenen xing-Profils
  • Was sind Social Media Guidelines und wofür werden sie eingesetzt?
  • Cybermobbing, Sexting, Cybergrooming, Phishing & mehr
  • Datenschutz im Web2.0 – Gibt es das überhaupt?
  • Ghostery, Ad-Blocker und mehr
  • Modeblogs, Let`s Plays und andere Erscheinungen im Web2.0
  • Projektmanagement Einführung I
  • Google Plus – solange es das noch gibt😛
  • Crowdfunding, Fundraising im Web2.0
  • Vernetzung von Plattformen
  • 2-Faktor-Authentifizierung
  • Yelp, FourSquare, Swarm, Ortungsdienste, Google Location History & Co.
  • E-Mailmarketing mit Cleverreach, MailChimp
  • Einführung in die Projektkonzeption für Social Media Projekte
  • Projektmanagement Einführung II
  • Schritte in der Planung eines Social Media Projekts
  • Praxis: Beginn Zielstellungsdefinition (SMART), Analyse der Zielgruppen etc.
  • Self-Publshing Plattformen (neobook, bookrix, KDP)
  • Online-Kioske (issuu)
  • Rechtliche Grundlagen im Web2.0
  • WordPress als Blog- und Websitesystem
  • SEO beim Verfassen von Texten für Websites und Social Media
  • Google-Suchoperatoren
  • Werbung in Social Media
    • Facebook Werbeanzeigenmanager
    • Google Adwords
    • Werbung in Twitter
  • „Der perfekte Post“ in Facebook, Twitter & Co.
  • Verfassen zielgruppenspezifischer Texte im Web
  • BusinessManager für Facebook-Seiten
  • Key Performance Indicators (KPIs) definieren und messen
  • Projektkonzeption: Ansprachekonzepte, Netzwerke
  • Stock-Fotos und deren Vor- und Nachteile
  • youtube-Stars, Let’s Player, Empfehlungsmarketing und ihre Bedeutung für das heutige und kommende Netz2.0
  • Social Media Monitoring (Hootsuite, Social Mention und mehr)
  • Projektarbeit und Abschluss

Einführung Web2.0, Facebook & Co.

Allgemeines rund um Web2.0 und Soziale Netzwerke

  • Das “Web2.0″ unterscheidet sich vom “alten Internet” (also dem vor 2004) primär dadurch, dass die Beziehung Produzent => Konsument so nicht länger besteht. Vielmehr kann jeder Internetnutzer heute spielend leicht auch Produzent sein. Hierzu sei noch einmal das Paradebeispiel Wikipedia genannt, an dem jeder (!) ohne Anmeldung (!) mitarbeiten kann.
  • Soziale Netzwerke sind immer auch Web2.0-Dienste, denn ohne Beteiligung der Nutzer*innen funktionieren sie nicht. Stichwort ist hier der “user generated content”, als der “von Nutzern erstellte Inhalt”. Dazu zählt alles, was Nutzer z.B. in facebook veröffentlichen, über Blogs von sich preis geben, an Bilder bei instagram veröffentlichen und so weiter.
  • Strukturell funktionieren die meisten Social Networks ähnlich. Sie alle bieten ein Repertoire an Funktionen wie “Teilen”, “Bewerten” (gefällt mir, Favorisieren …), “Kommentieren” und “Melden” (für problematische Inhalte gedacht).
  • Soziale Netzwerke sind gut für schnelle Informationsvermittlung und direkte Kommunikation zu Kunden geeignet. Sie sind allerdings gänzlich ungeeignet, wenn es darum geht, Informationen für lange Zeit gut zugänglich an einem festen Ort vorzuhalten. Hierzu sind (statische) Websites, Blogs oder Foren viel sinnvoller.
  • Soziale Netzwerke benötigen Informationen über ihre Nutzer, um Geld zu verdienen. Facebook verdient Geld mit Werbung, die es den Nutzern anzeigt. Je mehr facebook über mich weiß, desto zielgenauer kann es mir Werbung anzeigen. Werbekunden bezahlen facebook dafür, ihre Werbung genau den Nutzern anzuzeigen, die als Zielgruppe passen. Daher sind facebook, Twitter & Co. daran interessiert, dass ihre Nutzer möglichst viel von sich preis geben, möglichst viel mit anderen Inhalten interagieren und möglichst viel aktiv sind.
  • Bei Facebook gibt es einen grundlegenden Unterschied zwischen “Profilen” (für einzelne, individuelle Personen) und “Seiten” (für Firmen, Künstler, Bands …). Inhalte auf “Seiten” sind immer öffentlich sichtbar, auch für Internetnutzer, die selbst nicht bei facebook sind (ich habe das anhand meiner Seite gezeigt). Wenn im Namen einer Firma kommuniziert wird, sollte immer eine “Seite” gewählt werden. Wer schonmal konkreter nachlesen will, findet hier mehr Infos dazu.
  • Bilderdienste wie instagram und pinterest erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sind spezialisiert auf das Tauschen oder Sammeln von Bildern und können das viel besser als z.B. facebook.
  • Twitter, instagram, facebook und eine Reihe anderer Dienste erlauben den Einsatz sog. “Hashtags”. Das sind Schlagworte, die durch das Schreiben eines Hash-Zeichens (#) erzeugt werden. Diese Schlagworte lassen sich dann anklicken und als Suchbegriffe verwenden. Hashtags ermöglichen es, sich zielgerichtet in Diskussionen einzumischen (Beispiel: #hartaberfair zur parallelen Diskussion, während die Sendung gerade läuft). Mehr Infos zu Hashtags gibt es hier.
  • Informationen über Menschen herauszufinden ist im Web2.0 recht einfach möglich. Ob es wie in meinem Fall eine Fülle von Dingen zu finden gibt (weil ich das ja auch so will), oder ob man versucht, im Netz möglichst unsichtbar zu sein – es gibt immer irgendwas zu finden. Spezielle Personensuchmaschinen wie yasni oder 123people machen es noch einfacher. Letztlich sind es auch nicht nur die Informationen, die direkt auf meinen Profilen zu finden sind, die etwas über mich aussagen. Vielmehr lässt sich auch über meine Kontakte zu anderen Nutzern viel darüber herausfinden, wie ich so drauf bin.
  • Alle Sozialen Netzwerke lassen sich untereinander und mit Websites, Blogs etc. verknüpfen. So kann ich (außer hier, denn die kostenfreie WordPress-Plattform erlaubt das nicht) z.B. meine Musik von Soundcloud einbetten.
  • Blogs (auch dieses hier) erlauben es generell, Inhalte anderer Netzwerke in Seitenspalten und so weiter einzubetten. Rechts am Rand befindet sich hier z.B. eine Ansicht meiner letzten instagram-Fotos.

Dieses facebook, wie funktioniert das eigentlich?

  • Profil/Chronik: Hier steht alles drauf, was der Nutzer über sich selbst preisgibt. Selbst erstellen Beiträge, Bilder, geteilte Inhalte und auch sonst fast alles landet auf meiner Chronik. Über die Privatsphäreeinstellungen kann ich festlegen, welche anderen Nutzer welche Inhalte auf meiner Chronik sehen dürfen. Sinnvollerweise sollten zumindest Freunde Zugang zu meinen Inhalten haben, sonst hat das eher wenig Sinn. Es kann auch festgelegt werden, ob mir Freunde oder andere Nutzer Dinge an meine persönliche Chronik schreiben dürfen, Geburtstagsgrüße zum Beispiel.
  • Newsfeed: Diesen erreicht man immer über das weiße “f” links oben. Der Newsfeed bildet Inhalte ab, die von meinen Freunden, von geliketen Seiten, aus meinen Gruppen oder von von mir genutzten Apps erstellt werden. Der Newsfeed ist also meine persönliche (!) Zusammenstellung von facebook-Inhalten. Der Newsfeed jedes Nutzers wird von facebook individuell zusammengestellt und z.B. mit passender Werbung angereichert.
  • Gruppe: In Gruppen können sich Nutzer gemeinsam unterhalten, thematisch diskutieren oder Terminabsprachen treffen. Hier ein ausführlicher Artikel, der sich mit der Nutzung von facebook-Gruppen beschäftigt. Gruppen können z.B. als “offen”, “geschlossen” oder “geheim” angelegt werden.
  • Seite: Eine Seite ist im Gegensatz zum Profil dazu gedacht, als Sprachrohr von Unternehmen, Künstlern, Parteien oder dergleichen zu funktionieren. Eine “Fanpage” oder “Firmenseite” sammelt “gefällt mir”-Klicks im Gegensatz zu Profilen, die ja “Freunde” haben. Inhalte von “Seiten” sind immer öffentlich sichtbar, d.h. auch für Internetnutzer, die selbst gar nicht bei facebook angemeldet sind. Inhalte auf “Seiten” können beworben werden, siehe Geschäftsmodell facebook = Werbung. Das Thema “Seiten” werden wir noch vertiefen, wenn wir eine solche selbst anlegen.

Hier noch ein Artikel zum Unterschied zwischen Profilen und Seiten.

“Seiten” in facebook, wofür genau sind die gut?

  • Jeder Nutzer von facebook kann Seiten anlegen. Und zwar beliebig viele.
  • Beim Anlegen einer Seite muss man festlegen, welcher Art die Seite sein soll (Unternehmen, Marke, Gemeinschaft usw.). Davon hängt u.a. ab, welche Inhaltsfelder zur Verfügung stehen, ob man Zugriff auf Statistiken hat und einiges mehr. Das ist leider recht intransparent und nur durch Experimentieren herauszufinden.
  • Es gibt detaillierte Regeln für den Betrieb von Seiten bei facebook, die man unbedingt vorher lesen sollte!
  • Seiten sind immer öffentlich sichtbar (mit Einschränkungsmöglichkeit nach Ländern)
  • Seiten können “nicht veröffentlicht” werden, dann sind sie nur für Admins sichtbar (sinnvoll, wenn man gerade dran bastelt)
  • Admins können andere Nutzer (Freunde oder Fans der Seite) ebenfalls zu Admins machen, hierbei stehen mehrere Ränge zur Auswahl.
  • Es kann für jede Seite festgelegt werden, ob Nutzer (egal ob Fans oder nicht) dort Postings schreiben oder Bilder und Videos veröffentlichen dürfen.
  • Kommentieren, Teilen und “gefällt mir” ist allen Besuchern der Seite *immer* möglich und kann auch nicht unterbunden werden.
  • Ausnahme: Nutzer können als Fans “entfernt” oder komplett “blockiert” werden. Im letzteren Fall können diese Ex-Fans nicht mehr auf Inhalte der Seite zugreifen und daher auch nicht mehr mit ihr interagieren.
  • Es können Filter für vulgäre Ausdrücke (von facebook verwaltet) und eigene Filter für bestimmte Begriffe eingerichtet werden. Verwendet ein Nutzer einen “verbotenen” Begriff, so wird der entsprechende Beitrag verborgen und der Admin informiert bzw. das Absenden des Inhalts ist gar nicht erst möglich.
  • Admins können Inhalte von Nutzern löschen
  • All hail the „Impressum-Feld“! Hallelujah! Preiset den Zuckerberg! Ja, ist wichtig, nein, gab es noch nicht immer. War früher echt nervig, ein rechtssicheres Impressum auf Facebook zu haben.
  • Admins einer Seite können auf zwei Arten auf der Seite veröffentlichen: Entweder sie besuchen die Seite als Nutzer und wählen dann oben “im Namen der Seite posten” oder sie wechseln komplett in die Haut der Seite (über das Zahnrad rechts oben).
  • Hat man zur Seite gewechselt, steht einem auch der Seiten-Newsfeed zur Verfügung. Dieser ist total sinnvoll, wenn man als Seite mit anderen Seiten interagieren möchte.
  • Über diesen Newsfeed können Seiten, genau wie Profile, eigene Netzwerke aufbauen, indem sie andere Seiten “liken”, kommentieren oder teilen. Dies ist sehr wichtig, sofern man eine Seite sinnvoll betreiben will und nicht nur als Blog in facebook ansieht. Über den Newsfeed können für jede Seite sehr konkret Informationen zu bestimmten Themen zusammengesammelt werden.
  • Seiten können, ebenso wie Profile eine “vanity URL”, als eine eigene Adresse haben (Beispiel: http://www.facebook.com/sozialvernetzer) Abhängig vom gewählten Seitentyp kann diese Adresse sofort, oder erst nach dem Erreichen einer bestimmten Fanzahl angelegt werden.

“Gruppen” in facebook, was machen die eigentlich so?

  • Gruppen können von jedem facebook-Nutzer angelegt werden. Dabei kann zwischen offenen, geschlossenen und geheimen Gruppen unterschieden werden.
  • Bei einer geheimen Gruppe muss der Gründer dieser Gruppe neue Mitglieder manuell hinzufügen. Die Gruppe ist ja für Nichtmitglieder unsichtbar, daher haben diese keine Möglichkeit, der Gruppe selbst beizutreten.
  • Der Gründer (der “Admin”) der Gruppe kann festlegen, ob Mitglieder Beiträge in der Gruppe schreiben dürfen, oder nur er selbst. Auch eine vorherige Freigabe von Beiträgen ist einstellbar.
  • Der Admin kann auch festlegen, ob von Mitgliedern der Gruppe hinzugefügte Mitglieder erst vom Admin freigeschaltet werden müssen.
  • Ein Gruppenadmin kann weitere Mitglieder der Gruppe ebenfalls zu Admins ernennen.
  • Inhalte in geschlossenen und geheimen Gruppen sind nur für Mitglieder dieser Gruppen sichtbar, selbst dann, wenn sie aus der Gruppe heraus geteilt werden.
  • Gruppen eignen sich gut für die Kommunikation in einem eingegrenzten Rahmen, wenn also nicht alle Freunde, sondern nur ein paar Personen (die nicht unbedingt Freunde sein müssen) angesprochen werden sollen
  • Es muss aber immer im Hinterkopf behalten werden, dass selbst geheime Gruppen natürlich von facebook-Mitarbeitern eingesehen werden können und dass die Daten letztlich auf Servern in den USA gespeichert werden
  • Gruppen in facebook sollten daher auf keinen Fall (!) für die Kommunikation über unternehmensinterne Informationen oder personenbezogene Daten Dritter genutzt werden. Kunden- oder Klientendaten gehören absolut nicht in facebook.
  • In Gruppen können Veranstaltungen eingestellt werden, zu denen von Haus aus nur die Mitglieder eingeladen werden. Die Einladungen lassen sich aber z.B. auch an “Mitglieder und deren Freunde” oder auch “öffentlich” versenden. Hier ist Vorsicht geboten, um nicht unabsichtlich eine der berüchtigten “facebook-Partys” zu erzeugen.
  • Über Aktivitäten in der Gruppe wird jedes Mitglied auf Wunsch informiert.

Hier noch ein Artikel zu Gruppen in facebook.

Halte deinen Feed sauber!

Auch wenn viele Nutzer sich darüber beschweren, dass ihre Newsfeeds in Twitter und facebook vor sinnlosen und nervigen Inhalten überquellen – letztlich ist jeder Nutzer ganz allein (!) schuld daran. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, Freunde und Seiten wieder aus ihrem Newsfeed zu werfen. Man kann “gefällt mir”-Klicks zurücknehmen, Freundschaften beenden oder Leuten “entfolgen”. Daneben hat man bei facebook die Möglichkeit, Meldungen von bestimmten Nutzern, Seiten oder Anwendung auszublenden, aus Wunsch auch für immer. Auf diese Weise halte ich mein Feed frei von Meldungen irgendwelcher Social Games, die unheimlich nerven.

Das, was ich bei facebook, Twitter, tumblr, xing und in anderen Netzwerken sehe (vielleicht mit Ausnahme von Werbung) hängt direkt damit zusammen, mit welchen Nutzern und Inhalten (Seiten, Gruppen, Anwendungen) ich mich verbunden habe. Stelle ich fest, dass bestimmte Inhalte mich dauerhaft nerven, kann ich diese ausblenden oder die Verbindung beenden. Ich kann aus Gruppen austreten, Seiten mit “gefällt mir nicht mehr” markieren oder Anwendungen wieder deaktivieren.

Die Moral von der Geschichte: Nicht die anderen sind schuld, wenn man von deren Inhalten genervt ist, sondern man selbst.

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