Protokoll zu Twitter

Twitter also. Der populäre Kurzmitteilungsdienst wird auch oft als „Micro-Blog“ bezeichnet, weil er nur sehr kurze Nachrichten erlaubt.

Einführend empfehle ich diese beiden Artikel auf einem meiner anderen Blogs:

Was ist überhaupt Twitter?
http://www.sozialvernetzer.de/tweet%C2%B4s-anatomy-episode1-was-ist-twitter/

und hier gehts noch genauer um den „Aufbau eines Tweets“:
http://www.sozialvernetzer.de/tweets-anatomy-episode-2-der-aufbau-eines-tweets/

Mit Twitter kann man:

  • Tweets“ schreiben (logisch!), dafür stehen 140 Zeichen zur Verfügung.
  • anderen Nutzern „folgen„, bzw. eigene „Follower“ gewinnen.
  • andere Nutzer zu „Listen“ zusammenfassen, um sie thematisch zu sortieren. Listen können öffentlich oder privat sein.
  • Nutzer, die mich nerven, „blockieren“ oder „als Spam melden
  • sich einen eigenen, individuellen Twitternamen (z.B. @sozialvernetzer oder @crennas) sichern, der dann wirklich nur mir gehört.
  • Links zu Websites oder beliebigen anderen Inhalten versenden
  • Multimediainhalte wie Bilder, Videos, Artikel oder den eigenen Standort teilen, das geht sowohl über die Web-Oberfläche von Twitter als auch über die App oder Software wie Tweetdeck
  • Inhalte „retweeten„, entspricht dem „Teilen“ auf facebook. Damit wird ein Tweet eines anderen Nutzers von mir (öffentlich!) weitergereicht an meine Follower. Das Re-Tweeten ist es, was die rasante Verteilung von Inhalten auf Twitter bewirkt und ist daher extrem wichtig für die Funktion von Twitter. Jeder Tweet kann von mir nur einmal retweetet werden, um Spam zu vermeiden. Ein Retweet kann rückgängig gemacht werden.
  • auf Tweets „antworten„, dabei wird eine öffentlich sichtbare (!) Antwort an einen anderen Twitter-Nutzer geschrieben. Der betreffenden Nutzer wird dabei automatisch „erwähnt„.
  • andere Nutzer „erwähnen„, das heißt, gezielt ansprechen mittels @-Zeichen. Beispiel: „Hier was Interessantes für @sozialvernetzer“. Der „erwähnte“ Nutzer wird über die Erwähnung informiert. Dies ist neben dem Einsatz von Hashtags und dem Re-Tweeten eine der wichtigsten Funktionen auf Twitter.
  • Tweets „liken“ (rotes Herzchen), entspricht dem „gefällt mir“ bei facebook
  • anderen Nutzern „Direktnachrichten“ schreiben, entspricht den „Privaten Nachrichten“ in fast allen anderen Netzwerken. Diese „Direktnachrichten“ sind als einziger Twitter-Inhalt nicht öffentlich sichtbar, sondern werden stets nur zwischen zwei Nutzern ausgetauscht.
  • klickbare Schlagworte/Suchbegriffe, sog. „Hashtags“ erzeugen. Beispiel: #medienkompetenz #socialmedia Diese Hashtags lassen sich aus jedem Wort erzeugen, in dem einfach eine Raute (Hash) davor geschrieben wird. Dann wird daraus ein anklickbares Wort erstellt, das bei Klick auf ein Suchergebnis führt. Dort findet man dann in Echtzeit (!) alle Treffer zu diesem Begriff bei Twitter.
  • Tweets „einbetten„, siehe Beispiel hier drunter. Die eingebetteten Tweets behalten dabei all ihre Funktionen (!!!), man kann also den Tweet hier drunter direkt retweeten, darauf antworten, ihn favorisieren bzw. mir folgen. Und man kann sich natürlich den Song der großartigen Emilie Autumn anhören … das Einbetten funktioniert allerdings nur auf Websites, die das auch erlauben. Bei facebook und in anderen Sozialen Netzwerken geht das so zumindest nicht, auf Blogs oder Websites hingegen schon.

 

  • seine Tweets „schützen„, um sie nicht öffentlich sichtbar zu machen. Das ist die einzige (!) Privatspäreeinstellung, die Twitter kennt. Schützt man seine Tweets, müssen Follower erst eine Anfrage stellen, der man dann stattgeben muss. Erst dann können sie die geschützten Tweets sehen. So etwas wie individuelle Sichtbarkeitseinstellungen pro Tweet (also so wie z.B. bei facebook möglich) kennt Twitter nicht.
  • nach Inhalten oder anderen Nutzern suchen, dafür steht eine Suchfunktion zur Verfügung. Twitter gibt dann in Echtzeit die Ergebnisse aus.
  • Benachrichtigungen per E-Mail erhalten, wenn irgendwas passiert (nervt total, sollte man abstellen)
  • Twitter mit seiner Website, seinem Blog, dem eigenen facebook-Profil oder einer Seite verbinden bzw. Postings von einer facebook-Seite automatisiert zu Twitter senden lassen (dazu kommen wir noch, ich erwähne es hier nur schon mal)
  • ein eigenes Nutzerprofil mit Profilbild, Kopf- und Hintergrundbild aufhübschen, 160 Zeichen für eine Selbstbeschreibung verwenden (ggf. inkl. Link zum Impressum, total wichtig!!!!). Beim Hintergrundbild sollte unbedingt drauf geachtet werden, dieses wirklich groooooß zu wählen, damit das z.B. auch auf 27-Zoll-Monitoren gut aussieht.
  • eine 2-Faktor-Authentifizierung z.B. via SMS oder über die Twitter-App nutzen, sehr sinnvoll! Leider lässt sich eine Telefonnummer nur für jeweils einen Twitter-Account benutzen … blöd.
  • für professionellen Einsatz sollte man auf Programme wie Tweetdeck zurückgreifen. Ausführliche Beschreibung dazu findet sich hier. Optisch sieht Tweetdeck mittlerweile etwas anders aus, strukturell ist das aber immer noch aktuell. Tweetdeck erlaub u.a. zeitversetztes Twittern, das Verwalten mehrerer Accounts und das extrem komfortable Filtern von Inhalten in beliebig vielen Spalten.

Weiterlesen

Einführung Web2.0, Facebook & Co.

Allgemeines rund um Web2.0 und Soziale Netzwerke

  • Das “Web2.0″ unterscheidet sich vom “alten Internet” (also dem vor 2004) primär dadurch, dass die Beziehung Produzent => Konsument so nicht länger besteht. Vielmehr kann jeder Internetnutzer heute spielend leicht auch Produzent sein. Hierzu sei noch einmal das Paradebeispiel Wikipedia genannt, an dem jeder (!) ohne Anmeldung (!) mitarbeiten kann.
  • Soziale Netzwerke sind immer auch Web2.0-Dienste, denn ohne Beteiligung der Nutzer*innen funktionieren sie nicht. Stichwort ist hier der “user generated content”, als der “von Nutzern erstellte Inhalt”. Dazu zählt alles, was Nutzer z.B. in facebook veröffentlichen, über Blogs von sich preis geben, an Bilder bei instagram veröffentlichen und so weiter.
  • Strukturell funktionieren die meisten Social Networks ähnlich. Sie alle bieten ein Repertoire an Funktionen wie “Teilen”, “Bewerten” (gefällt mir, Favorisieren …), “Kommentieren” und “Melden” (für problematische Inhalte gedacht).
  • Soziale Netzwerke sind gut für schnelle Informationsvermittlung und direkte Kommunikation zu Kunden geeignet. Sie sind allerdings gänzlich ungeeignet, wenn es darum geht, Informationen für lange Zeit gut zugänglich an einem festen Ort vorzuhalten. Hierzu sind (statische) Websites, Blogs oder Foren viel sinnvoller.
  • Soziale Netzwerke benötigen Informationen über ihre Nutzer, um Geld zu verdienen. Facebook verdient Geld mit Werbung, die es den Nutzern anzeigt. Je mehr facebook über mich weiß, desto zielgenauer kann es mir Werbung anzeigen. Werbekunden bezahlen facebook dafür, ihre Werbung genau den Nutzern anzuzeigen, die als Zielgruppe passen. Daher sind facebook, Twitter & Co. daran interessiert, dass ihre Nutzer möglichst viel von sich preis geben, möglichst viel mit anderen Inhalten interagieren und möglichst viel aktiv sind.
  • Bei Facebook gibt es einen grundlegenden Unterschied zwischen “Profilen” (für einzelne, individuelle Personen) und “Seiten” (für Firmen, Künstler, Bands …). Inhalte auf “Seiten” sind immer öffentlich sichtbar, auch für Internetnutzer, die selbst nicht bei facebook sind (ich habe das anhand meiner Seite gezeigt). Wenn im Namen einer Firma kommuniziert wird, sollte immer eine “Seite” gewählt werden. Wer schonmal konkreter nachlesen will, findet hier mehr Infos dazu.
  • Bilderdienste wie instagram und pinterest erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sind spezialisiert auf das Tauschen oder Sammeln von Bildern und können das viel besser als z.B. facebook.
  • Twitter, instagram, facebook und eine Reihe anderer Dienste erlauben den Einsatz sog. “Hashtags”. Das sind Schlagworte, die durch das Schreiben eines Hash-Zeichens (#) erzeugt werden. Diese Schlagworte lassen sich dann anklicken und als Suchbegriffe verwenden. Hashtags ermöglichen es, sich zielgerichtet in Diskussionen einzumischen (Beispiel: #hartaberfair zur parallelen Diskussion, während die Sendung gerade läuft). Mehr Infos zu Hashtags gibt es hier.
  • Informationen über Menschen herauszufinden ist im Web2.0 recht einfach möglich. Ob es wie in meinem Fall eine Fülle von Dingen zu finden gibt (weil ich das ja auch so will), oder ob man versucht, im Netz möglichst unsichtbar zu sein – es gibt immer irgendwas zu finden. Spezielle Personensuchmaschinen wie yasni oder 123people machen es noch einfacher. Letztlich sind es auch nicht nur die Informationen, die direkt auf meinen Profilen zu finden sind, die etwas über mich aussagen. Vielmehr lässt sich auch über meine Kontakte zu anderen Nutzern viel darüber herausfinden, wie ich so drauf bin.
  • Alle Sozialen Netzwerke lassen sich untereinander und mit Websites, Blogs etc. verknüpfen. So kann ich (außer hier, denn die kostenfreie WordPress-Plattform erlaubt das nicht) z.B. meine Musik von Soundcloud einbetten.
  • Blogs (auch dieses hier) erlauben es generell, Inhalte anderer Netzwerke in Seitenspalten und so weiter einzubetten. Rechts am Rand befindet sich hier z.B. eine Ansicht meiner letzten instagram-Fotos.

Dieses facebook, wie funktioniert das eigentlich?

  • Profil/Chronik: Hier steht alles drauf, was der Nutzer über sich selbst preisgibt. Selbst erstellen Beiträge, Bilder, geteilte Inhalte und auch sonst fast alles landet auf meiner Chronik. Über die Privatsphäreeinstellungen kann ich festlegen, welche anderen Nutzer welche Inhalte auf meiner Chronik sehen dürfen. Sinnvollerweise sollten zumindest Freunde Zugang zu meinen Inhalten haben, sonst hat das eher wenig Sinn. Es kann auch festgelegt werden, ob mir Freunde oder andere Nutzer Dinge an meine persönliche Chronik schreiben dürfen, Geburtstagsgrüße zum Beispiel.
  • Newsfeed: Diesen erreicht man immer über das weiße “f” links oben. Der Newsfeed bildet Inhalte ab, die von meinen Freunden, von geliketen Seiten, aus meinen Gruppen oder von von mir genutzten Apps erstellt werden. Der Newsfeed ist also meine persönliche (!) Zusammenstellung von facebook-Inhalten. Der Newsfeed jedes Nutzers wird von facebook individuell zusammengestellt und z.B. mit passender Werbung angereichert.
  • Gruppe: In Gruppen können sich Nutzer gemeinsam unterhalten, thematisch diskutieren oder Terminabsprachen treffen. Hier ein ausführlicher Artikel, der sich mit der Nutzung von facebook-Gruppen beschäftigt. Gruppen können z.B. als “offen”, “geschlossen” oder “geheim” angelegt werden.
  • Seite: Eine Seite ist im Gegensatz zum Profil dazu gedacht, als Sprachrohr von Unternehmen, Künstlern, Parteien oder dergleichen zu funktionieren. Eine “Fanpage” oder “Firmenseite” sammelt “gefällt mir”-Klicks im Gegensatz zu Profilen, die ja “Freunde” haben. Inhalte von “Seiten” sind immer öffentlich sichtbar, d.h. auch für Internetnutzer, die selbst gar nicht bei facebook angemeldet sind. Inhalte auf “Seiten” können beworben werden, siehe Geschäftsmodell facebook = Werbung. Das Thema “Seiten” werden wir noch vertiefen, wenn wir eine solche selbst anlegen.

Hier noch ein Artikel zum Unterschied zwischen Profilen und Seiten.

“Seiten” in facebook, wofür genau sind die gut?

  • Jeder Nutzer von facebook kann Seiten anlegen. Und zwar beliebig viele.
  • Beim Anlegen einer Seite muss man festlegen, welcher Art die Seite sein soll (Unternehmen, Marke, Gemeinschaft usw.). Davon hängt u.a. ab, welche Inhaltsfelder zur Verfügung stehen, ob man Zugriff auf Statistiken hat und einiges mehr. Das ist leider recht intransparent und nur durch Experimentieren herauszufinden.
  • Es gibt detaillierte Regeln für den Betrieb von Seiten bei facebook, die man unbedingt vorher lesen sollte!
  • Seiten sind immer öffentlich sichtbar (mit Einschränkungsmöglichkeit nach Ländern)
  • Seiten können “nicht veröffentlicht” werden, dann sind sie nur für Admins sichtbar (sinnvoll, wenn man gerade dran bastelt)
  • Admins können andere Nutzer (Freunde oder Fans der Seite) ebenfalls zu Admins machen, hierbei stehen mehrere Ränge zur Auswahl.
  • Es kann für jede Seite festgelegt werden, ob Nutzer (egal ob Fans oder nicht) dort Postings schreiben oder Bilder und Videos veröffentlichen dürfen.
  • Kommentieren, Teilen und “gefällt mir” ist allen Besuchern der Seite *immer* möglich und kann auch nicht unterbunden werden.
  • Ausnahme: Nutzer können als Fans “entfernt” oder komplett “blockiert” werden. Im letzteren Fall können diese Ex-Fans nicht mehr auf Inhalte der Seite zugreifen und daher auch nicht mehr mit ihr interagieren.
  • Es können Filter für vulgäre Ausdrücke (von facebook verwaltet) und eigene Filter für bestimmte Begriffe eingerichtet werden. Verwendet ein Nutzer einen “verbotenen” Begriff, so wird der entsprechende Beitrag verborgen und der Admin informiert bzw. das Absenden des Inhalts ist gar nicht erst möglich.
  • Admins können Inhalte von Nutzern löschen
  • All hail the „Impressum-Feld“! Hallelujah! Preiset den Zuckerberg! Ja, ist wichtig, nein, gab es noch nicht immer. War früher echt nervig, ein rechtssicheres Impressum auf Facebook zu haben.
  • Admins einer Seite können auf zwei Arten auf der Seite veröffentlichen: Entweder sie besuchen die Seite als Nutzer und wählen dann oben “im Namen der Seite posten” oder sie wechseln komplett in die Haut der Seite (über das Zahnrad rechts oben).
  • Hat man zur Seite gewechselt, steht einem auch der Seiten-Newsfeed zur Verfügung. Dieser ist total sinnvoll, wenn man als Seite mit anderen Seiten interagieren möchte.
  • Über diesen Newsfeed können Seiten, genau wie Profile, eigene Netzwerke aufbauen, indem sie andere Seiten “liken”, kommentieren oder teilen. Dies ist sehr wichtig, sofern man eine Seite sinnvoll betreiben will und nicht nur als Blog in facebook ansieht. Über den Newsfeed können für jede Seite sehr konkret Informationen zu bestimmten Themen zusammengesammelt werden.
  • Seiten können, ebenso wie Profile eine “vanity URL”, als eine eigene Adresse haben (Beispiel: http://www.facebook.com/sozialvernetzer) Abhängig vom gewählten Seitentyp kann diese Adresse sofort, oder erst nach dem Erreichen einer bestimmten Fanzahl angelegt werden.

“Gruppen” in facebook, was machen die eigentlich so?

  • Gruppen können von jedem facebook-Nutzer angelegt werden. Dabei kann zwischen offenen, geschlossenen und geheimen Gruppen unterschieden werden.
  • Bei einer geheimen Gruppe muss der Gründer dieser Gruppe neue Mitglieder manuell hinzufügen. Die Gruppe ist ja für Nichtmitglieder unsichtbar, daher haben diese keine Möglichkeit, der Gruppe selbst beizutreten.
  • Der Gründer (der “Admin”) der Gruppe kann festlegen, ob Mitglieder Beiträge in der Gruppe schreiben dürfen, oder nur er selbst. Auch eine vorherige Freigabe von Beiträgen ist einstellbar.
  • Der Admin kann auch festlegen, ob von Mitgliedern der Gruppe hinzugefügte Mitglieder erst vom Admin freigeschaltet werden müssen.
  • Ein Gruppenadmin kann weitere Mitglieder der Gruppe ebenfalls zu Admins ernennen.
  • Inhalte in geschlossenen und geheimen Gruppen sind nur für Mitglieder dieser Gruppen sichtbar, selbst dann, wenn sie aus der Gruppe heraus geteilt werden.
  • Gruppen eignen sich gut für die Kommunikation in einem eingegrenzten Rahmen, wenn also nicht alle Freunde, sondern nur ein paar Personen (die nicht unbedingt Freunde sein müssen) angesprochen werden sollen
  • Es muss aber immer im Hinterkopf behalten werden, dass selbst geheime Gruppen natürlich von facebook-Mitarbeitern eingesehen werden können und dass die Daten letztlich auf Servern in den USA gespeichert werden
  • Gruppen in facebook sollten daher auf keinen Fall (!) für die Kommunikation über unternehmensinterne Informationen oder personenbezogene Daten Dritter genutzt werden. Kunden- oder Klientendaten gehören absolut nicht in facebook.
  • In Gruppen können Veranstaltungen eingestellt werden, zu denen von Haus aus nur die Mitglieder eingeladen werden. Die Einladungen lassen sich aber z.B. auch an “Mitglieder und deren Freunde” oder auch “öffentlich” versenden. Hier ist Vorsicht geboten, um nicht unabsichtlich eine der berüchtigten “facebook-Partys” zu erzeugen.
  • Über Aktivitäten in der Gruppe wird jedes Mitglied auf Wunsch informiert.

Hier noch ein Artikel zu Gruppen in facebook.

Halte deinen Feed sauber!

Auch wenn viele Nutzer sich darüber beschweren, dass ihre Newsfeeds in Twitter und facebook vor sinnlosen und nervigen Inhalten überquellen – letztlich ist jeder Nutzer ganz allein (!) schuld daran. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, Freunde und Seiten wieder aus ihrem Newsfeed zu werfen. Man kann “gefällt mir”-Klicks zurücknehmen, Freundschaften beenden oder Leuten “entfolgen”. Daneben hat man bei facebook die Möglichkeit, Meldungen von bestimmten Nutzern, Seiten oder Anwendung auszublenden, aus Wunsch auch für immer. Auf diese Weise halte ich mein Feed frei von Meldungen irgendwelcher Social Games, die unheimlich nerven.

Das, was ich bei facebook, Twitter, tumblr, xing und in anderen Netzwerken sehe (vielleicht mit Ausnahme von Werbung) hängt direkt damit zusammen, mit welchen Nutzern und Inhalten (Seiten, Gruppen, Anwendungen) ich mich verbunden habe. Stelle ich fest, dass bestimmte Inhalte mich dauerhaft nerven, kann ich diese ausblenden oder die Verbindung beenden. Ich kann aus Gruppen austreten, Seiten mit “gefällt mir nicht mehr” markieren oder Anwendungen wieder deaktivieren.

Die Moral von der Geschichte: Nicht die anderen sind schuld, wenn man von deren Inhalten genervt ist, sondern man selbst.

Themenplan

 

Hier ein Überblick über die Themenbereiche, mit denen wir uns gemeinsam auseinandersetzen werden. Die Reihenfolge ist dabei nicht zwingend fix. Wir konkretisieren das gemeinsam anhand eurer Interessen.

Nach der Bestandsaufnahme planen wir die Inhalte zeitlich genauer, so dass ihr wisst, was wann ansteht.

  • Einführung Web2.0 und Social Media
  • Facebook verstehen, konfigurieren und benutzen
  • Twitter – das unbekannte Wesen, eine Einführung
  • Einführung Tweetdeck
  • Personal Branding im Einsatz
  • Praxis in Facebook (Anlegen von Seiten, Kommunikation mit Fans etc.)
  • Ansprachekonzepte in Facebook und Twitter verstehen und anwenden
  • Praxis in Twitter (Einsatz von Mentions, Hashtags, Retweets & Co.)
  • Einsatz Tweetdeck als Filter für Twitter
  • Hashtags als Marketinginstrument einsetzen
  • Hashtagify.me, tweetchup und weitere Hilfwerkzeuge für Twitter
  • xing – das Businessnetzwerk
  • linkedin – das internationale Businessnetzwerk
  • Personal Branding – Selbstdarstellung online
  • Was ist Medienkompetenz?
  • instagram unter der Lupe
  • pinterest unter der Lupe
  • youtube, SoundCloud, BandCamp
  • Tools: Canva, buffer, dlvr.it
  • Anlegen und Ausbauen des eigenen xing-Profils
  • Was sind Social Media Guidelines und wofür werden sie eingesetzt?
  • Cybermobbing, Sexting, Cybergrooming, Phishing & mehr
  • Datenschutz im Web2.0 – Gibt es das überhaupt?
  • Ghostery, Ad-Blocker und mehr
  • Modeblogs, Let`s Plays und andere Erscheinungen im Web2.0
  • Projektmanagement Einführung I
  • Google Plus – solange es das noch gibt😛
  • Crowdfunding, Fundraising im Web2.0
  • Vernetzung von Plattformen
  • 2-Faktor-Authentifizierung
  • Yelp, FourSquare, Swarm, Ortungsdienste, Google Location History & Co.
  • E-Mailmarketing mit Cleverreach, MailChimp
  • Einführung in die Projektkonzeption für Social Media Projekte
  • Projektmanagement Einführung II
  • Schritte in der Planung eines Social Media Projekts
  • Praxis: Beginn Zielstellungsdefinition (SMART), Analyse der Zielgruppen etc.
  • Self-Publshing Plattformen (neobook, bookrix, KDP)
  • Online-Kioske (issuu)
  • Rechtliche Grundlagen im Web2.0
  • WordPress als Blog- und Websitesystem
  • SEO beim Verfassen von Texten für Websites und Social Media
  • Google-Suchoperatoren
  • Werbung in Social Media
    • Facebook Werbeanzeigenmanager
    • Google Adwords
    • Werbung in Twitter
  • „Der perfekte Post“ in Facebook, Twitter & Co.
  • Verfassen zielgruppenspezifischer Texte im Web
  • BusinessManager für Facebook-Seiten
  • Key Performance Indicators (KPIs) definieren und messen
  • Projektkonzeption: Ansprachekonzepte, Netzwerke
  • Stock-Fotos und deren Vor- und Nachteile
  • youtube-Stars, Let’s Player, Empfehlungsmarketing und ihre Bedeutung für das heutige und kommende Netz2.0
  • Social Media Monitoring (Hootsuite, Social Mention und mehr)
  • Projektarbeit und Abschluss

Zusammenfassung Projektkonzeption

Dieser Artikel soll zusammenfassend darstellen, mit welchen Schritten, Überlegungen und Werkzeugen wir uns auseinandergesetzt haben auf dem Weg zur Projektkonzeption.

Zielstellungen

Das Definieren von Zielen ist grundlegend für den Erfolg eines Kommunikationsprojekts. Der SMART-Ansatz, die Fokussierung auf möglichst konkrete und vor allem messbare Ziele sowie Überlegungen zu den Messinstrumenten haben uns hier beschäftigt. Es ist relativ einfach, Nutzerzahlen und Interaktionen zu messen. Schwieriger sind Dinge wie Image, Bewusstseinsänderungen etc. zu messen, hierzu müssen entsprechende Instrumente entworfen werden.

Die Unterscheidung in kurz-, mittel- und langfristige Ziele ist relevant, ebenso müssen Start- und Endpunkte sowie Abhängigkeiten geklärt sein. Ein Imageproblem (vgl. „Ratten im OP“) muss erst behoben sein, bevor ich die Stelle des neuen Herzspezialisten ausschreibe. Das Fundament eines Hauses muss erst getrocknet sein, bevor ich den Rest draufstelle und so weiter …

Das Definieren relevanter KPIs (Key Performance Indicators), also speziell definierter Messgrößen ist wichtig, um langfristig den Erfolg der eigenen Kommunikation messen zu können. Von einfachen Zahlenwerten (Anzahl der Follower/Fans) bis hin zu komplexen Werten wie Marktposition, Kundenzufriedenheit, Kundenwert reicht dabei die Spanne. Mit zunehmender Komplexität müssen auch komplexere (sprich: kostspieligere) Werkzeuge zur Messung im Rahmen des Social Media Monitorings eingesetzt werden.

Ziele sollten sich an den Möglichkeiten eines Projekts orientieren und möglichst realistisch sein. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Ziele im Verlauf eines Projekts ändern. Sie sind quasi lebendig, ebenso wie das Projekt selbst. Das Definieren von Messzeitpunkten ist daher wichtig. So könnte man einmal monatlich erfassen, ob die gesteckten Ziele erreicht werden, ob man auf einem guten Weg ist oder nicht. Misst man nicht regelmäßig oder definiert Messgrößen nicht sinnvoll, wird man nie wissen, ob man erfolgreich kommuniziert.

Stichworte: kurz-, mittel- und langfristig, KPIs, SMART, Messzeitpunkte, Social Media Monitoring, Ziele sind lebendig, Start- und Endzeitpunkte, Abhängigkeiten

Zielgruppen

Die Zielgruppen der eigenen Kommunikation (nicht zu verwechseln mit den „Interessengruppen“, obwohl manchmal Überschneidungen bestehen, z.B. beim „Crowdfunding“) sind diejenigen, die direkt erreicht werden sollen. Sie sollen z.B. ein Produkt kaufen, eine Dienstleistung buchen, Informationen teilen, an einer Crowdfundingkampagne teilnehmen oder dergleichen.

Zielgruppen müssen in Social Media deutlich kleinteiliger definiert werden, als das im Offline-Bereich der Fall ist. Bei einer Offline-Plakatkampagne kann ich diese zwar zielgruppengerecht gestalten, die Auslieferung an die Zielgruppe liegt jedoch nur teilweise in meiner Hand. In Social Media ist das anders. Hier können Zielgruppen sehr, sehr, sehr detailliert festgelegt werden und diesen werden dann meine Informationen direkt zugestellt.

Demografische Informationen, Altersstrukturen, kultureller Background, Einkommens- und Mobilitätssituation, Sprachen, die Verwendung von Mobilgeräten, Zeitfenster –  all das und mehr muss über die Zielgruppen bekannt sein, um sie optimal ansprechen zu können.

Wir haben uns mit dem PERSONA-Modell beschäftigt, haben in den SINUS-Milieus gebuddelt, haben mit dem Facebook-Werbeanzeigenmanager herumgebastelt – alles, um unseren Zielgruppen näher zu kommen, um sie konkreter abbilden zu können. PERSONAs z.B. dienen dazu, sich ein möglichst genaues Bild von bestimmten archetypischen Kunden zu machen. Virtuelle Lebensläufe helfen dabei, besser zu verstehen, worauf die PERSONAs abzielen, was ihre Motivation ist, welche Inhalte sie bevorzugen, wie man sie ansprechen sollte.

Es gibt kaum ein Social Media Projekt, das nur eine Zielgruppe hat. Vielmehr ist es so, dass selbst vermeintlich homogene Zielgruppen (Jugendliche z.B.) sehr viel heterogener sind, als man auf den ersten Blick vermuten würde. In Social Media ist es von besonderer Bedeutung, speziellen Zielgruppen nur die Informationen auszuspielen, die für diese wirklich relevant sind. Die Aufmerksamkeitsspanne ist gering, die Bereitschaft wiederzukommen muss sofort geweckt werden, die richtigen Begriffe müssen fallen und so weiter … in Gamerkreisen können z.B. Vokabeln wie „Noob“ (von „Newbie“ = Anfänger) benutzt werden, die in anderen Kontexten eher deplatziert wären, siehe „Ansprachekonzept“.

Stichworte: PERSONA, SINUS-Milieus, demografische Informationen, homogen vs. heterogen, Werbezielgruppen Facebook

Interessengruppen

Im Gegensatz zu den Zielgruppen sind die Interessengruppen (oft als „Stakeholder“ bezeichnet) nicht unbedingt die direkten Adressaten meiner Kommunikation, aber dennoch (un)mittelbar vom Projekt betroffen. Es können interne und externe Stakeholder unterschieden werden. Interne wären z.B. Arbeitskollegen, die gemeinsam mit mir an einem Projekt arbeiten sollen/müssen, externe wären Auftrag- oder Geldgeber, Behördern, Anwohner, Politik … die Liste ist schier endlos.

Interessengruppen haben bestimmte Interessen. Wer hätte das gedacht? Diese Interessen können für mein Projekt förder- oder hinderlich sein. Es ist daher extrem wichtig, vor (!) Projektstart alle relevanten Interessengruppen zu identifizieren und sich mit diesen ggf. auseinanderzusetzen. Baue ich beispielsweise einen Flughafen, wäre es sinnvoll, sich vorher mit den Anwohnern über Flugrouten etc. abzustimmen. Interessengruppen können Projekte ausbremsen oder sogar völlig zum Erliegen bringen (vgl. „Freie Heide“-Aktion gegen einen Truppenübungsplatz). Daher sollte vorher der Dialog gesucht werden. In einem Unternehmen einen gravierenden Umstrukturierungsprozess einzuleiten, ohne die Mitarbeiter*innen mit ausreichendem Vorlauf (evtl. Monate vorher) darauf vorzubereiten, wird zu Unmut, Blockaden und allgemein geminderter Arbeitsleistung führen. In einem Unternehmen von einem Tag auf den anderen von Mitarbeiter*innen zu verlangen, ab sofort in Sozialen Netzwerken über ihre Arbeit zu berichten, könnte ebenfalls nicht zum gewünschten Ergebnis führen (siehe auch „Social Media Guidelines“).

Interessengruppen können widerstreitende Interessen haben. Hier müssen Kompromisslösungen gefunden werden, damit das Projekt starten kann. Ob das Entschädigungszahlungen an Anwohner sind, ob das ein Umleiten der Flugrouten ist – ohne Konsens wird die Umsetzung eines Projekts schwieriger.

In Social Media spielen etwa Konkurrenten und Multiplikatoren wichtige Rollen als Interessengruppen. Beide sollte man im Auge behalten (z.B. über Social Media Monitoring), besonders die Multiplikatoren können extrem nützlich sein. Ein bekannter Blogger oder Twitterer kann die Reichweite meiner Inhalte immens erhöhen.

Stichworte: Stakeholder, intern vs. extern, positiv vs. negativ, rechtzeitiges Einbeziehen, Kompromiss, Social Media Monitoring, Synergien

Netzwerke/Kanäle

Das Wichtigste zuerst: Man sollte niemals mit der Auswahl der Kanäle als erstem Schritt beginnen. Vielmehr ergibt sich die Wahl der Kommunikationskanäle direkt aus der Beschaffenheit der Zielgruppen und den Zielstellungen. Von vornherein der Meinung zu sein, man müsse auf jeden Fall bei Facebook sein, weil alle anderen das ja auch machen, kann sich als fataler Fehler herausstellen. Möglicherweise wären ja Snapchat, Instagram und youtube viel geeignetere Netzwerke für die Zielgruppe?

Es geht nicht darum, auf allen Plattformen präsent sein zu müssen. Wenn beispielsweise klar ist, dass keine meiner Zielgruppen oder Multiplikatoren auf Twitter präsent sind, dann muss dieses Netzwerk nicht unbedingt bedient werden. Google Plus kann als SEO-Vehikel mit eingebaut werden, die Interaktionen werden aber in fast jedem Fall deutlich hinter denen auf Facebook oder Instagram zurückbleiben.

Das eigene Blog und/oder die eigene Website sind keineswegs tot. Im Gegenteil, sie erfreuen sich bester Gesundheit und hoher Relevanz. Eine ausschließliche Fixierung auf Social Media hat sogar eine Menge Nachteile. Man ist technisch abhängig, hat nur geringe Anpassungsmöglichkeiten und von den Datenschutzprobleme fange ich hier lieber gar nicht erst an … Eine moderne Website/Blog sollte sich am Grundsatz „mobile first“ orientieren, sollte klar strukturiert und einfach benutzbar sein. Keine verschachtelten Menüs, keine langsam ladenden Riesengrafiken, keine drehenden oder blinkenden Objekte, keine Laufschriften. Schlicht und schnell, so soll es sein. Alle gängigen CMS bieten Themes, die diese Anforderungen erfüllen.

In Abhängigkeit von der Zusammensetzung der Zielgruppen kann es nötig sein, innerhalb desselben Netzwerks verschiedene Kanäle zu betreiben. So ließen sich eine sehr junge Zielgruppe und eine aus Senioren bestehende zwar mittlerweile beide über Facebook erreichen, aber nur schwerlich über dieselbe Fanpage. Die Ansprachekonzepte würden sich wohl zu sehr unterscheiden. Auf der anderen Seite ist es nicht praktikabel, die eigene Kommunikation auf ein Dutzend verschiedener Seiten und Accounts aufzuteilen. Hier sollte man Zielgruppen, die einander ähneln, eventuell zusammengefasst ansprechen.

Alle US-basierten Netzwerke (inkl. WordPress in der Cloud) sind aus datenschutzrechtlicher Perspektive nicht für das Verarbeiten personenbezogener Daten der eigenen Zielgruppen geeignet. Sollte das, etwa im Rahmen eines Webshops, geplant sein, empfiehlt sich eine selbst-gehostete Website bei einem deutschen Serveranbieter.

Echtzeit-Netzwerke wie Periscope, aktuelle Trends wie 3D-Fotos (Fyuse) und natürlich Video- und Fotoinhalte sollten auf jeden Fall in der eigenen Kommunikation auftauchen. Hieran sollte sich die Auswahl der Kanäle zum Teil orientieren. Es kann sich z.B. für viele Projekte lohnen, einen Account bei Instagram oder Pinterest zu betreiben, da beide Netzwerke rasant wachsen.

Stichwort: Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest, Vine, Fyuse, Periscope, Facebook Live, SnapChat, xing, linkedin, youtube, vimeo, responsive Design

Ansprachekonzepte/Inhalte

Bei der Entscheidung für die Netzwerke und Kanäle sollten auch die verfügbaren oder zukünftigen Arten von Inhalten mit bedacht werden. Worüber schreibe ich überhaupt? Betreibe ich Personal Branding? Spiele ich eigene News aus oder aggregiere ich welche von Fremdseiten? Habe ich Foto- und Videocontent? Wie sieht es mit Humor aus?

Wesentlich hierbei sind selbstverständlich die Interessen der Zielgruppen. Senioren Stellenangebote für Azubi-Stellen auszuspielen, wird in den meisten Fällen wenig sinnvoll sein (es sei denn, sie reichen diese ihren Enkel weiter). Gleichfalls dürfte die Einladung zum Seniorentanztee unter den Jugendlichen vielleicht für Erheiterung sorgen, zielgruppengerecht wäre sie nicht. Nicht alle Inhalte einer Kategorie (also z.B. Veranstaltungen, Rezensionen etc.) sind auch für alle Zielgruppen gleichermaßen revelant. Grundsätzlich sollten jeder Zielgruppen nur Inhalte ausgespielt werden, die wirklich relevant sind. Internetnutzer sind faul und ungeduldig, das darf man nicht vergessen🙂 Wenn ich jemanden einmal enttäuscht habe, indem ich seine Erwartung nicht erfülle, kommt er vielleicht nicht mehr wieder.

Die Bild- und Wortsprache ist ein weiterer wichtiger Aspekt, den es zu berücksichtigen gilt. Wo bei jungen Zielgruppen Emojis, Akronyme und Gamer-Slang angebracht sein mag, kann das bei älteren Zielgruppen als unseriös aufgenommen werden. Im ungünstigten Fall entstehen Missverständnisse, die zu Problemen führen. Um so etwas zu vermeiden, sollten die Kommunikationsgewohnheiten der PERSONAs bekannt sein. Der kulturelle und sprachliche Hintergrund sowie das Bildungsniveau können hier wertvolle Anhaltspunkte liefern.

Generell gilt: Fasse dich kurz. Bring es auf den Punkt. Das wichtigste steht vorn. Hashtags, die in Instagram und Twitter ein Muss sind, sind bei Facebook eher als optional zu betrachten. Bilder oder noch besser Videos indes sind immer ein Muss. Der „Call-to-Action“, der Aufruf zum Handeln, sollte zentrales Element sein, ebenso ein Link zu einer externen Website, einer App oder dergleichen.

Jeder Inhalt sollte auf Interaktion optimiert sein. Stellt Fragen, holt Meinungen ein, provoziert vielleicht ein bißchen, bittet um Weitergabe von Informationen – kurzum: aktiviert eure Fans. Und noch wichtiger: Seid authentisch!

Stichworte: Interaktion, Personal Branding, News, Stellenausschreibungen, Musikvideos, Veranstaltungen, Rezensionen, Meinungen, Cat-Content, Emojis, Akronyme, Slang, Call-to-Action, Bilder und Videos, Humor, Authentizität, (Selbst)Ironie, Sarkasmus, rebelmouse, paper.li, MEHRWERT, Stock-Fotos, Keywords, Hashtags

Redaktionsplan

Um langfristig den Überblick über Themen, Veröffentlichungszeitpunkte, Verantwortlichkeiten und dergleichen zu behalten, empfiehlt sich das Anlegen eines Redaktionsplans. Auf einem solchen kann in beliebiger Detailtiefe festgehalten werden, wann welche Inhalte erstellt, veröffentlicht oder ggf. wieder offline genommen werden, von wann bis wann Werbeanzeigen laufen sollen, welche wichtigen Events anstehen und so weiter.

Je nach Komplexität des eigenen Projekts sollte auch der Redaktionsplan einfacher oder komplexer ausfallen. Für ein kleines 1-Personen-Miniprojekt braucht es keine zwölfseitige Exceltabelle mit perfektem Ressourcenmanagement, wohingegen ein Team von 10 Redakteuren auf jeden Fall einen guten Redaktionsplan braucht, damit die Übersicht nicht verloren geht.

Inhalte könnten quartalsweise grob vor- und dann jeweils monatlich im Detail geplant werden, hier gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Wichtig ist, eine Lösung zu finden, die zum eigenen Workflow passt. Eventuell reicht es, sich einfach Slots für Inhalte festzulegen, z.B. jeden Dienstag und Donnerstag.

Risikoanalyse

Die Risikoanalyse hat den Sinn, potentielle Gefahren für das Projekt zu erkennen und zu bekämpfen. In Kommunikationsprojekten, insbesondere in Social Media, muss man sich mit der rasanten Ausbreitung von Informationen, einem enormen Konkurrenzdruck und der Tatsache auseinandersetzen, dass es immer (wirklich immer!) irgendjemanden gibt, dem man auf die Füße tritt. Es ist nicht möglich, eine Botschaft über Social Media zu verbreiten, ohne dass irgendein Troll sich dazu auslässt. Ist so, deal with it ^^

Risiken sollten nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Schweregrad bei Eintritt gewichtet werden. Auch ein Ereignis mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 100% (z.B. ein Veganer-Shitstorm gegen eine neue Fleischereikette) kann nur von minimaler Bedeutung sein. Dahingegen könnte eine nur 5%ige Wahrscheinlichkeit einer Abmahnung wegen schludrigem Umgang mit dem Urheberrecht existenzbedrohend sein, wenn sie denn eintritt.

Risiken können im Idealfall vermieden werden. Ist das nicht möglich, kann man sie womöglich weitestgehend vermindern oder auf jemand anderen abwälzen. So könnte man eine Agentur beauftragen, die Bildrecherche zu übernehmen, die dann auch bei Rechtsverstößen haftet. Nach den Vermeidungs- bzw. Verminderungsstrategien bleibt ein Restrisiko übrig. Dieses wird bewertet und dann wird entschieden, ob das Projekt trotzdem umgesetzt werden soll.

Um Risiken zuverlässig identifizieren zu können, ist eine genaue Kenntnis aller Stakeholder und deren Interessen nötig. Vergisst man hier negativ gesinnte Gruppen, können diese plötzlich und unerwartet auftauchen und mein Projekt gefährden. Auswirkungen von Risiken können Kostensteigerungen, Projektverzögerungen oder sogar das Unmöglichwerden eines Projekts sein.

Es gibt keine Projekte ohne Risiken. Das ist normal.

Aufwände

Um Kosten, personelle Ressourcen und Zeiträume kalkulieren zu können, die für die Umsetzung eines Projekts nötig sind, führt man eine Aufwandsschätzung durch. Je nach Art des Projekts gibt es hierbei verschiedene Modelle, die alle ihre Vor- und Nachteile haben.

Der Projektstrukturplan (PSP) listet alle Schritte eines Projekts auf, bricht diese in Arbeitspakete herunter und erlaubt damit, einzelne Bereiche hinsichtlich Aufwänden separat zu schätzen. Arbeitspakete können in PersonenStunden oder PersonenTagen ausgedrückt werden, allerdings sollte hier darauf geachtet werden, dass manche Schritte in einer bestimmten Reihenfolge erfolgen müssen. bei externen Dienstleister können auch direkt Honorare abgebildet werden.

Das hier mag die Denkweise eines Projektmanagers sein, diese ist aber nur manchmal zielführend.

Nach dem Erstellen des PSP kann dieser in einen richtigen Projektplan mit Zeitachse und Ressourcenmanagement übertragen werden. Bei der Aufwandsschätzung sollten auf jeden Fall Puffer eingeplant werden. Irgendwas verschiebt sich immer, manchmal gehen Dinge schief … das muss einkalkuliert werden. Auch sollte man sich für die Planung eines Projekts genügend Zeit lassen. Nichts ist verheerender, als ein schlecht geplantes Projekt in der Mitte irgendwie drehen zu müssen, vgl. Flughafen-Desaster BER in Berlin.

Social Media Projekte sind technisch gesehen keine Projekte, da sie kein definiertes Ende haben. Dieses Detail ignorieren wird hier einfach mal. Aufwände sollten in einmalige und wiederkehrende unterteilt werden, besonders letztere sind charakteristisch für Social Media. Gleichzeitig muss bedacht werden, dass gut funktionierende Social Media Projekte langfristig MEHR Ressourcen erfordern, weil mehr Interaktion moderiert werden muss.

Analyse des Ist-Stands

Ein wichtiger Aspekt, der bei Kommunikationsprojekten nicht vergessen werden darf, ist die Analyse des Ist-Standes der eigenen Plattformen. Hat ein Unternehmen eine Website, ein eigenes Blog oder bereits Präsenzen in Social Networks? In welchem Zustand sind diese? Ist die Website mobil-optimiert, wurde das Blog gepflegt?

Es nützt herzlich wenig, eine ganz hervorragende Kommunikation auf Facebook zu betreiben, die Heerscharen von Nutzern auf meine Website leitet – wenn diese Website in katastrophalem Zustand ist und alle sofort wieder abspringen. Eine gute Website sieht auf mobilen Endgeräten top aus, lädt schnell, ist mit SEO relevanten Keywords gespickt und wird regelmäßig aktualisiert.

Werbung in Social Media und Google

Werbung in Social Media ist ein Riesenthema. Nirgends sonst ist es derzeit auch nur im Ansatz ähnlich präzise möglich, Werbebotschaften auszuspielen. Der Facebook-Werbeanzeigenmanager, Google Adwords oder die Twitter-Werbeanzeigen ermöglichen es, Informationen an bestimmte Gruppen von Nutzern je nach demografischer Struktur oder Interessen auszuspielen.

Werbeanzeigen lassen sich sehr gut als Indikatoren für Interessen einsetzen. Als Testballon ausgespielte, unterschiedliche gestaltete Anzeigen erlauben direkte Rückschlüsse auf die Zielgruppen. Das Budget lässt sich dabei sehr präzise planen, auch die Angabe von Cost-per-Click und Cost-per-Mille-Werten (CPC, CPM) ist möglich. In Facebook und Twitter ist es überdies möglich, verschiedene Werbeziele zu definieren (Klicks auf meine Seite, Klicks auf eine externe Seite, Laden einer App, Abspielen eines Videos, Leadgenerierung …), die eine sehr hohe Flexibilität erlauben. Für unterschiedliche Zielgruppen lassen sich verschiedene Anzeigen einsetzen, die beispielsweise nur an bestimmten Tagen oder zu bestimmten Zeiten laufen.

Das A und O hierbei: Kenntnis meiner Zielgruppen. Ohne die läuft hier nichts. Je besser ich meine Zielgruppen kenne (das geht bis zu konkreten Gerätemodellen bei Smartphones z.B.), desto höher wird mein ROI (return on investment) ausfallen.

Hashtags und Instagram – eine Lovestory (und dann auch noch SnapChat)

Liebe Teilnehmer*innen,

wir werden uns heute zunächst mit der Funktion und Verwendung von „Hashtags“ und danach eingehend mit „Instagram“ beschäftigen.

Hashtags

  • Wie funktionieren Hashtags?
  • Unterschied: Keyword und Hashtag
  • Warum sind sie in Twitter und Instagram extrem wichtig?
  • Wie finde ich die richtigen Hashtags für meinen Zweck?
  • Praxisblock: Hashtagrecherche und noch mal
  • Einige Werkzeuge
  • Hashtags in Tweetdeck als Filterung verwenden

Instagram

Phänomen „Pamela Reif“

Geld verdienen mit Instagram – Influencer machen das

SnapChat

Besonderheiten: Lässt sich ausschließlich über Smartphones anschauen und befüllen, Inhalte löschen sich entweder nach Sekunden oder nach 24 Stunden (mittlerweile kann man aber auch länger speichern).

Hier ein kleines Tutorialvideo zu SnapChat.

Nutzerzahlen SnapChat

SnapChat in Deutschland

Allerlei Artikel rund um SnapChat

Inhalte länger speichern – Memories